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Nach Doppel-Bluttat mit Grillgabel: 22-Jähriger muss in Psychiatrie

Nach Doppel-Bluttat mit Grillgabel : 22-Jähriger muss in Psychiatrie

Weil er seinen Vater (60) und dessen Bekannte (73) mit einem Messer und einer Grillgabel getötet hat, ist der Sohn (22) vom Landgericht Köln dauerhaft in die Psychiatrie eingewiesen worden.

Es gebe keinen Zweifel an der Täterschaft des Beschuldigten. Er sei aber aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht schuldfähig, erklärten die Richter am Mittwoch in ihrem Urteil. Der 22-Jährige leide seit mehreren Jahren an einer paranoiden Schizophrenie (Az.: 321 Ks 2/20).

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Verurteilten vorgeworfen, vor etwa sechs Monaten seinen Vater und dessen Lebensgefährtin im Kölner Stadtteil Mülheim brutal getötet zu haben. Nach einem Streit mit seinem Vater um ein Mobiltelefon hatte der Deutsche demnach ein Messer und eine Grillgabel genommen und auf seinen Vater eingestochen. Außerdem habe er ihm die Kehle durchgeschnitten. Als die Lebensgefährtin versuchte, telefonisch Hilfe zu rufen, griff der Verurteilte auch sie an und verletzte sie tödlich.

Die zweite Tat hatte die Staatsanwaltschaft zunächst als Mord zur Verdeckung eines Verbrechens angesehen, die erste als Totschlag. Beim Abschlussplädoyer räumte die Staatsanwältin dann ein, dass aufgrund der Denkstörungen des jungen Mannes auch die zweite Tat als Totschlag gewertet werden könne. Das Gericht folgte dieser Einschätzung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(dpa)