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Blitzeblank: 20.000 Freiwillige befreien das Rheinufer von Schrott und Müll

Blitzeblank : 20.000 Freiwillige befreien das Rheinufer von Schrott und Müll

Müllsammeln als Zeichen gegen die Umweltverschmutzung: Im großen Stil haben Freiwillige am Samstag zu Müllbeuteln und Zangen gegriffen, um das Rheinufer von Abfall zu befreien.

Die Veranstalter der Initiative „RhineCleanUp“ sprachen von mehr als 20.000 Menschen in 108 Städten und Gemeinden entlang des Rheins - von der Schweiz bis in die Niederlande. Verglichen mit der gleichen Aktion 2018 war das den Angaben zufolge eine Verdopplung.

Insgesamt wog die sichergestellte Abfallmenge entlang des gesamten Rheins schätzungsweise 170 Tonnen - nach 100 Tonnen ein Jahr zuvor, wie die Veranstalter mitteilten.

Allein in Düsseldorf waren es 1800 Teilnehmer und damit 600 mehr als vor einem Jahr, wie Mitinitator Klaus Vorgang berichtete. Die höhere Teilnahme habe mit Greta Thunberg zu tun. „Das Thema Umweltverschmutzung ist in aller Munde - die Leute wollen ihre Ärmel hochkrempeln und etwas dagegen tun“, sagte Vorgang.

In Köln waren es den Angaben zufolge etwa 1500 Menschen, die Müll eingesammelt haben - dies großteils über die lokale Initiative „K.R.A.K.E.“, die „Kölner Rhein-Aufräum-Kommando-Einheit“. Gefunden wurden nicht nur Autoreifen, alte Fahrräder, schrottige Einkaufswagen und Regenschirme, sondern auch viel Kleinzeug - etwa Plastikbesteck, Kronkorken und Zigarettenkippen.

Auch in Bad Honnef, Dormagen und Duisburg zogen viele Menschen ans Ufer um anzupacken. Der Abfall kam in Tonnen, die später von Entsorgungsfirmen abgeholt wurden. Rheinaufwärts gab es Sammler zum Beispiel in Mainz oder Straßburg. Nächstes Jahr wollen die Veranstalter die Aktion ausweiten auf Nebenflüsse des Rheins, etwa die Ruhr und die Mosel.

(dpa)