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Flugverbotszonen: 18 Drohnen-Überflüge an NRW-Gefängnissen seit 2017

Flugverbotszonen : 18 Drohnen-Überflüge an NRW-Gefängnissen seit 2017

Seit April 2017 hat es an NRW-Gefängnissen 18 unerlaubte Drohnen-Überflüge gegeben, zehn davon alleine im vergangenen Jahr. Das geht aus einem Bericht des Justizministeriums an den Rechtsausschuss des Landtags hervor.

Die meisten Drohnen wurden demnach an der JVA Gelsenkirchen gesichtet: 2018 und 2019 gab es je drei Fälle. Laut Justiz können Drohnen Gegenstände oder zum Beispiel Drogen fallen lassen. Bisher wurden solche Dinge oft von außen über die Anstaltsmauern geworfen - doch da rüsteten die Gefängnisse auf. In Sachen Drohnen wurden die Justizvollzugsanstalten laut Ministerium angehalten, Freiflächen genau zu beobachten, die von Gefangenen erreicht werden können.

Wie das Justizministerium weiter berichtet, setzt es sich weiter für eine europaweite Verpflichtung von Drohnenherstellern ein, ihren Geräten Flugverbotszonen einzuprogrammieren („Geo-Fencing“). Werde zurzeit eine Drohne gesichtet, rufe man zunächst die Polizei. Ein Erkennungssystem für Drohnen habe man in der besagten JVA Gelsenkirchen getestet - und als „nicht einsatzfähig“ wieder verworfen.

(dpa)