Wiesbaden/Düsseldorf: 17,9 Millionen Einwohner in Nordrhein-Westfalen

Wiesbaden/Düsseldorf: 17,9 Millionen Einwohner in Nordrhein-Westfalen

Die Bevölkerungszahl in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr um rund 73.000 Einwohner gesunken. Am 31. März dieses Jahres lebten nach vorläufigen Angaben 17,9 Millionen Menschen im bevölkerungsreichsten Bundesland, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Deutschlandweit sank die Einwohnerzahl innerhalb des vergangenen Jahres um 260.000 Einwohner auf 81,9 Millionen Menschen. Mit 0,4 Prozent ist der Bevölkerungsrückgang in Nordrhein-Westfalen leicht über dem Bundesdurchschnitt von 0,3 Prozent.

Besonders stark gehen nach Angaben der Statistiker die Einwohnerzahlen weiter in Ostdeutschland zurück. In Sachsen-Anhalt wohnten zum Stichtag 1,3 Prozent weniger Menschen als noch im Vorjahr, in Mecklenburg-Vorpommern waren es ein Prozent. Einzig in den Stadtstaaten Berlin (0,3 Prozent) und Hamburg (0,5 Prozent) wuchs die Einwohnerzahl.

Die höchste Bevölkerungszahl nach der deutschen Wiedervereinigung wurde 2002 mit 82,5 Millionen Einwohnern erreicht. Seitdem geht die Zahl der Einwohner den Angaben zufolge kontinuierlich zurück, da es mehr Sterbefälle als Geburten gibt und eine geringere Zuwanderung als in den 1990er Jahren das Geburtendefizit nicht ausgleicht.

Wie die Statistiker erläuterten, werden wegen der bundesweiten Einführung der Steuer-Identifikationsnummer für jeden Bundesbürger seit 2008 umfangreiche Bereinigungen der Melderegister vorgenommen, die zu zahlreichen Abmeldungen von Amts wegen führen. In welchen Umfang der Rückgang der Bevölkerungszahl auf die Bereinigungen zurückzuführen ist, sei aber nicht bekannt, hieß es.

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