Kreis Heinsberg: „Neues sozial denken“ als Motto des Diözesantages

Kreis Heinsberg: „Neues sozial denken“ als Motto des Diözesantages

Die Leitung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Aachen gestalten zusammen mit dem Leitungsteam der KAB Wassenberg-Myhl-Birgelen den Diözesantag „Neues sozial denken“, der erstmals in Wassenberg vom 28. bis 30. Juni im Forum der Betty-Reis-Gesamtschule stattfindet.

Der Diözesantag ist das höchste Beschluss fassende Organ des KAB-Diözesanverbandes Aachen und kommt alle vier Jahre zusammen. Über 150 Delegierte sowie zahlreiche Gäste aus Kirche und Gesellschaft werden erwartet. Neben Bischof Dr. Heinrich Mussinghof wird Prof. Dr. Franz Segbers inhaltlich zum Thema „Neues sozial denken“ sprechen.

„Wir haben eine Kontinuität zu verzeichnen in der inhaltlichen Entwicklung unserer Arbeit seit dem letzten Diözesantag 2009 in Willich-Anrath“, erläuterte KAB-Präses Pfarrer Ralf Linnartz und ergänzte: „War das Thema ‚Wir leben Europa‘ in Anrath noch sehr weitgefasst, wollten wir in einem logischen Dreischritt aus unserem Selbstverständnis heraus an einem sozialen Europa mitwirken und durch die Kampagne ‚Arbeit kann ganz schön schön sein die Neuentwicklungen von der Basis mitentwickeln lassen und in dem Motto ‚Neues sozial denken‘ für den Diözesantag münden lassen.“

Dazu sei ein Fragenbogen entwickelt worden, der Grundlage für das weitere Vorgehen unter Einbezug der Mitglieder sein sollte. Die Auswertung durch die Katholischen Hochschule Aachen habe ergeben, dass die KAB-Mitglieder es gut fanden, ihre Meinung und Vorschläge zum weiteren Miteinander kundtun zu dürfen. „Einbezug in die Zielfindungen und Entscheidungen ist ein Bedürfnis der heutigen Gesellschaft. Dem wollten wir entsprechen“, formulierte Präses Linnartz das neue Denken.

Als Symbolik für das aktive Mitwirken der KAB-Gruppen und deren inhaltliche Schwerpunktarbeit ist der Setzkasten bestimmt worden. In mehr als 60 Setzkästen, die zu einem riesigen Gesamtkasten auf dem Diözesantag präsentiert werden, seien die Ideen und Themen zusammengetragen worden.

„Dass wir in Wassenberg den Diözesantag an den drei Tagen ausrichten können, macht uns stolz und ist Lohn für das Engagement unserer Mitglieder“, formulierte Charly Deklerk als Leitungsteammitglied das Grundgefühl der Wassenberger KAB. Und die beiden Leitungsteammitglieder, Sepp Becker und Emil Fritz ergänzten ihn: „2013 besteht die KAB Wassenberg-Myhl-Birgelen 90 Jahre. Dieser Anlass ist einer der Gründe, warum wir hier den Diözesantag ausrichten. Daneben findet er in der Betty-Reis-Gesamtschule statt, an deren Gründung die KAB Wassenberg maßgeblich neben anderen Initiativgruppen mitgewirkt hat. Auch hier schließt sich ein Kreis, der Grund für die Ausrichtung war.“

„Unser Wertekonsens ist auf mehr sozialer Gerechtigkeit ausgerichtet. Wie dies unter Einbezug der Ideen und Themen vor Ort umgesetzt werden kann, das spiegelt sich in den Setzkästen wider“, fügten Präses Linnartz und Diözesansekretär Alfons Bäumer an.

Günter Weber als KAB-Sekretär präsentierte dazu exemplarische Beispiele aus dem KAB-Zentrum Krefeld. „Der Wassenberger Setzkasten ist ein Beispiel für die Mitgestaltung der inhaltlichen Arbeit der KAB von unten nach oben und umfasst vier Themen, die wir in der Weiterentwicklung der Gesellschaft für bedeutend halten“, betonte Deklerk für die Wassenberger KAB. Mittels Anträge an die Delegierten sollen Beschlüsse gefasst werden, auf die Politiker einzuwirken, Entscheidungen und Gesetze zu machen, die inhaltlich die Themen der KAB Wassenberg umsetzen helfen.

Das Motto „Neues sozial denken“ stehe als Perspektive und Programm für die Arbeit der KAB in der Diözese Aachen im Mittelpunkt der Jahre 2013 bis 2017. Ebenso werde die Wahl der neuen Diözesanleitung erfolgen wie auch die Verabschiedung der bisherigen Vorsitzenden Maria-Luise Moors, ergänzte Weber.

(jb)