Kreis Düren: Neues Internetportal: Der Zukunft einen Schritt voraus sein

Kreis Düren: Neues Internetportal: Der Zukunft einen Schritt voraus sein

Das Regionale Übergangsmanagement des Kreises Düren schlägt eine Brücke zwischen der Schul- und der Arbeitswelt, die einen regen Austausch der beiden Seiten ermöglicht. Die Brücke ist ein Internetportal mit dem bezeichnenden Namen „Wirtschaft und Schule als Partner” (kurz: WSP).

Schulen und Betriebe bekommen damit die Möglichkeit, sich kennenzulernen und eine Zusammenarbeit in Form von Unterrichtsangeboten der Betriebe zu vereinbaren. Das Portal soll bald freigeschaltet werden.

Eine solche Internetplattform wird im Regierungsbezirk Münster bereits von Kommunen und Städten genutzt. „Kern des Modells sind praxisnahe Unterrichtsangebote der Betriebe, die die Lehrer mit einem Klick abrufen können. Im Unterricht kann der praktische Bezug zu Berufen hergestellt werden”, erläutert Projektleiterin Elisabeth Buschmann.

Schon ab Klasse fünf sollen die Schüler aller Schulformen viele Berufe und somit die Arbeitswelt praktisch kennen lernen. Dadurch werde die Qualität der Berufsorientierung an den Schulen gesteigert. Später seien Schüler mit klaren Berufsvorstellungen schneller und sicherer in Ausbildung zu vermitteln. Es komme zu weniger Abbrüchen. Damit werde auch der Fachkräftenachwuchs in der Region gesichert.

Auf Betreiben des Regionalen Übergangsmanagements übernimmt die Stadt Düren das WSP-Konzept. „Wir haben unsere Bezirksregierung von dem Modell überzeugen können, so dass Düren als erste Kommune außerhalb des Regierungsbezirks Münster das WSP-Modell einführen darf”, betont Landrat Wolfgang Spelthahn.

Durch das neuartige Instrument können Arbeitgeber schon jetzt Kontakt zu möglichen Auszubildenden aufnehmen, die die Schule erst in vier bis fünf Jahren verlassen. Der demografische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel macht eine solch vorausschauende Planung unumgänglich, finden die Projektverantwortlichen.

Mehr von Aachener Nachrichten