Stolberg: Neue Tochterfirma der EWV setzt auf „grüne” Energie

Stolberg: Neue Tochterfirma der EWV setzt auf „grüne” Energie

Einen besseren Zeitpunkt, um sich beim Thema Öko-Energie zu positionieren, könnte es für den in Stolberg ansässigen Versorger EWV wahrlich kaum geben.

Die große Energiewende ist seit Wochen in aller Munde - und mitten in dieser Diskussion steht am kommenden Montag die Gründung der EWV-Tochter „Green” an, die regenerative Energieprojekte in der Region umsetzen will. Green heißt auf Englisch grün - und im Rahmen der grünen Energiegewinnung werde in diesem Jahr der Schwerpunkt auf Photovoltaik gesetzt, sagt EWV-Sprecher Andreas Ihrig, der von rund 20 bis 30 Anlagen spricht. Zwischen sechs und neun Millionen Euro betrage das Investitionsvolumen fürs erste. Schon bald sollen auch Windkraft und Biomasse starke Standbeine des neuen Unternehmens werden.

Bereits im vergangenen Jahr, als von Fukushima noch keine Rede war, habe die EWV die Initiative zur Gründung von Green ergriffen, sagt Ihrig. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die „Menschen in Deutschland neben den Versorgern vor allem auch die Kommunen als maßgebliche Antreiber beim Ausbau der erneuerbaren Energien betrachten”. Dabei ist die EWV mit der Resonanz unter den Anteilseignern „sehr zufrieden”, wie Ihrig sagt: „Wir haben alle angesprochen, ob sie mitmachen wollen. 16 von 19 Kommunen haben schließlich zugesagt. Das ist ein tolles Ergebnis.”

Lediglich die Städteregion, mit mehr als neun Prozent nach der RWE-Tochter Rhenag, Stolberg und Eschweiler viertgrößter EWV-Anteilseigner, sowie Monschau und Würselen haben der EWV einen Korb gegeben. Ansonsten sind aus dem Altkreis Aachen neben Stolberg und Eschweiler auch Alsdorf, Baesweiler, Roetgen und Simmerath dabei. Bei einem Stammkapital der Gesellschaft von 25.000 Euro habe man es durch eine finanziell niedrige Einstiegshürde den Kommunen einfach machen wollen, beizutreten, sagt Ihrig, der betont, dass weitere Partner hinzustoßen können. Die 16 Kommunen halten 48 Prozent der Anteile. RWE ist mit zehn Prozent beteiligt, EWV mit 42 Prozent. Kommen weitere Kommunen hinzu, verringert sich der EWV-Anteil.

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