Kreis Düren: Naturschutz und Umweltbildung

Kreis Düren: Naturschutz und Umweltbildung

„Was wir bisher gelebt haben, ist jetzt in einen Vertrag gegossen”: Mit der vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Kreis Düren und der Kreisjägerschaft sind einerseits Naturschutzmaßnahmen und Umweltbildung geregelt, andererseits auch die Entsorgung des im Straßenverkehr nach Unfällen verendeten Wilds vertraglich geregelt.

Die Vereinbarungen wurden vom Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, Markus Schoeller, und Landrat Wolfgang Spelthahn unterzeichnet.

„Wir manifestieren, was die Jägerschaft im Naturschutz geleistet hat”, betonte Spelthahn und für Dezernent Dirk Hürtgen haben Kreis und Jägerschaft bereits eine Vorreiter-Rolle: „Wir haben auf die Jagdsteuer verzichtet, damit Jäger und Landwirte in Form von Bepflanzungsmaßnahmen Anlage und Pflege von Biotopen zu einer Verbesserung der Lebensräume wildlebende Tierarten beitragen können.” Einig sind sich der Landrat und Markus Schoeller als Vorsitzender der Kreisjägerschaft, „dass bisher exzellent zusammengearbeitet wurde und wir ungeachtet eventueller politischer Veränderungstendenzen rechtliche Klarheit schaffen wollen.”

In der Vereinbarung ist neben den Naturschutzmaßnahmen auch die Umweltbildung festgeschrieben, wie sie die Jägerschaft bereits mit der „Rollenden Waldschule” praktiziert. Das jetzt geschlossene Abkommen sieht einen Ausbau der Bildungsarbeit vor.

In der Vereinbarung ist auch geregelt, dass die Jäger die Entsorgung von Kadavern nach Wildunfällen auf den Straßen mit Ausnahme der Autobahnen und vergleichbarer Schnellstraßen übernehmen.

Hintergrund der jetzt geschlossenen Vereinbarung ist eine Rahmenvereinbarung zwischen dem Land NRW und dem Landesjagdverband, der sich immer mehr Kreise anschließen.

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