Huchem-Stammeln: Nachwuchsjecke schaffen den Sprung auf die RVD-Bühne

Huchem-Stammeln : Nachwuchsjecke schaffen den Sprung auf die RVD-Bühne

„Mier komme met alle Mann vorbei, hurra, hurra”: Diesen Refrain aus einem kölschen Karnevals-Hit nahmen die „Ihrefelder Zigeuner” wörtlich. Im großen Reisebus fuhr der Musikzug aus dem Kölner Stadtteil Ehrenfeld beim Casino-Saal in Huchem-Stammeln vor, um beim 15. Vorstellabend des Regionalverbandes Düren (RVD) im Bund Deutscher Karneval die Rolle des „Eisbrechers” zu übernehmen.

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Die Gruppe um Sängerin Sonja Wolber nahm wie weitere Akteure der 13 Programmpunkten die Chance wahr, sich bei den Literaten und Programmgestaltern der Karnevalsgesellschaften der Region zu empfehlen.

Der Vorstellabend, den der RVD 1996 einführte, wird immer mehr zu einem Podium für Nachwuchskarnevalisten, aber auch zu einer Programmbörse. So war es auch dieses Mal wieder. Unmittelbar nach den Auftritten wurden Kontakte geknüpft und auch Verträge abgeschlossen. So mancher Programmverantwortliche schloss am Abend die letzte Lücke in seinem Sitzungsprogramm. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda hat sich der Vorstellabend längst etabliert.

Weit mehr Bewerbungen als mögliche Programmpunkte gingen auch diesmal wieder beim Literarischen Komitee des RVD ein. Aus über 50 Kontakten entschied sich das Komitee unter seinem Vorsitzenden Willi Memmersheim (Narrenzunft Düren) zu 45 Einzelsichtungen und letztlich 13 Programmnummern.

Auffallend war, dass wieder mehr Aktive aus dem Verbandsgebiet des RVD den Sprung auf die Bühne schafften. Mit Marina Weingartz aus Golzheim stellte sich eine Sängerin vor, die vor Jahren schon den Vorstellabend als Sprungbrett nutzte.

Premiere in der Bütt

Erstmals zu sehen und zu hören war Annika Morgenschweiß alias Annemie Krawtschak aus Nideggen in der Bütt. Für die Sessionseröffnung in Düren schon gebucht ist die Musikgruppe „Cölsch un joot” um Michael Herzog aus Echtz und auch die Gruppen „Volljaas” aus Schmidt und „De Fröngede” aus Langerwehe zeigten sich für die bevorstehende Session bestens gerüstet.

Wie gefragt der Vorstellabend ist, entlockte Moderator Willi Memmersheim der Rednerin Angelika Knauer. Die gebürtige Kölnerin wohnt in Flensburg. Ohne die Leistungen aller anderen Akteure, die vorwiegend aus der Köln-Aachener Region kamen, schmälern zu wollen, sollte man sich einen Namen merken: Kai Kramosta aus Köln. Der „Pfundskerl” verstand es, in einer Art Hape-Kerkeling-Verschnitt das erfahrene und anspruchsvolle Publikum zu Begeisterungsstürmen hinzureißen.