Kreis Heinsberg: Nach Querelen nun große Mehrheiten bei den Linken

Kreis Heinsberg: Nach Querelen nun große Mehrheiten bei den Linken

In einer von manchen so nicht erwarteten Einmütigkeit präsentierte sich der Kreisverband der Partei Die Linke beim Kreisparteitag im Hotel Zur Rennbahn in Wassenberg. Nach eineinhalb Stunden waren sämtliche Berichte und die Wahl des geschäftsführenden Vorstandes ohne jegliche größere Diskussion abgeschlossen.

26 wahlberechtigte Mitglieder nahmen teil. Insgesamt zählt die Partei auf Kreisebene derzeit 87 Mitglieder. Im Vorfeld hatten die Linken fast ein Geheimnis aus ihrem Parteitag gemacht. Auf ihrer Internetseite fanden sich zwar Tag und Uhrzeit, nicht aber der Veranstaltungsort. Und den Medien war nicht - wie sonst üblich - eine Einladung zugesandt worden. Im April hatte es Turbulenzen gegeben: Damals gab es gleich sieben Bewerber für das Amt des Schatzmeisters. Von Querelen war die Rede.

Geleitet wurde die Versammlung am Donnerstagabend von Landesgeschäftsführer Günther Blocks, der klare Regeln insbesondere für die zeitlichen Abläufe vorgab. Es sei ihm klar, dass es unter den gegebenen Umständen mit dem Vertrauen im Kreisverband nicht so ganz einfach sei, erklärte Blocks in seiner Einführung. „Ich weiß, dass es hier Konflikte gibt”, und der Kreisverband habe sich bisher im Wesentlichen damit beschäftigt, „sich gegenseitig die Fresse einzuhauen”. Der Kreisverband solle sich besser vor Augen führen, wie viele Menschen ihre Hoffnung in ihn setzen würden, forderte Blocks mehr Einmütigkeit. „Die Aufgaben sind andere als die, sich mit sich selbst zu beschäftigen.” Die Wahlen sollten unabhängig von ihrem Ergebnis respektiert werden.

Nachdem der Bericht der Kassenrevision und die Entlastung des Vorstandes von der Tagesordnung genommen waren, weil derzeit noch eine Revision der Kasse von der Landesfinanzrevision vorgenommen wird, einigte man sich auf die Wahl von vier Mitgliedern im geschäftsführenden Vorstand und von sechs Beisitzern.

Ein Vorschlag, große Mehrheiten

Für den geschäftsführenden Vorstand gab es für alle vier Posten jeweils nur einen Vorschlag - und große Mehrheiten. Sprecherin bleibt Silke Müller, die 24 Ja-Stimmen auf sich vereinigen konnte. Als Sprecher wiedergewählt wurde Manfred Mingers mit 22 Stimmen. Keine Diskussion gab es dann auch um die erneute Besetzung des Schatzmeisterpostens durch Dieter Meurer, der ebenfalls 22 Stimmen erhielt. Als neue Protokollführerin wählte die Versammlung Gertrud Aufdenkamp (23 Ja). Sie trat damit die Nachfolge von Manfred Hämmerle an, der zu einem von sechs Beisitzern gewählt wurde, ebenso wie Iris Kober, Monique Schieren, Manuela Speier, Olaf Renner und Wolfram Steinhage.

Schatzmeister Meurer zeigte sich zufrieden nach der Veranstaltung: „Ich hoffe, dass jetzt alle zur Einsicht gekommen sind, dass man so nicht agieren kann”, betonte er mit Blick auf Verläufe früherer Versammlungen.

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