Herzogenrath: Mit Talar und Ehrenhut: Karl-Heinz Mattheis ist „Professor humoris causa”

Herzogenrath : Mit Talar und Ehrenhut: Karl-Heinz Mattheis ist „Professor humoris causa”

Ein Großaufgebot von Karnevalisten aus Stadt und Kreis Aachen erlebten am Donntag die Besucher bei der Matinee des Ausschusses Merksteiner Straßenkarneval (AMSK) im voll besetzten Saal Bürgerhof. Im Schlepptau der Karnevalisten waren gleich mehrere Prinzen, Prinzenpaare, ein Dreigestirn sowie eine Grafenpaar, die den Merksteiner Karnevalisten ihre Aufwartung machten.

Höhepunkt des über vierstündigen bunten Programms war die Ernennung des Alsdorfer „Vollblutkarnevalisten” Karl-Heinz Mattheis zum neuen „Professor humoris causa”.

Bereits beim Einmarsch des AMSK mit dem Prinzenpaar Peter I. samt Lieblichkeit Angelika und den Abordnungen aller Merksteiner Karnevalsgesellschaften herrschte prächtige Stimmung im Saal. AMSK-Vorsitzender Eduard Vondenhoff begrüßte unter zahlreichen Karnevalsfreunden und Ehrengästen auch eine stattliche Riege ehemaliger „Professoren hunmoris causa”.

Nach Tanzdarbietungen mit Kräften aus den eigenen Reihen stellte er dann als neuen Träger dieses Ehrentitels den Jugendobmann des Verbandes der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG) Karl-Heinz Mattheis vor, der sich seit vielen Jahren um die Jugendarbeit für das Brauchtum Karneval engagiert und sicherlich einen würdigen Platz in der nun 16-köpfigen Riege der närrischen Professoren einnimmt.

Nachwuchsförderung

Zur Ernennungszeremonie waren acht Kollegen aus den Vorjahren auf die Bühne gekommen, um unter der Regie des AMSK-Ehrenvorsitzenden Helmut Scherwinske Karl-Heinz Mattheis mit Talar, Ehrenhut und Professorenorden auszustatten. Dazu gab es vom Vorsitzenden die großformatige Ernennungsurkunde.

Die Laudatio auf den neuen „Professor humoris causa” hielt der im Vorjahr ernannte Ehrentitelträger Walter Dickert. In launiger und gereimter Form skizzierte er den Lebenslauf des fast 60-jährigen Erzkarnevalisten, der als junger Mann 1966 beruflich nach Alsdorf kam und sich seitdem in 42 Sessionen als langjähriges Mitglied der KG Scharwache für den Karneval engagiert.

Besonders die Förderung des karnevalistischen Nachwuchses liegt dem Mitbegründer des neuen Tanzsportclubs „Alsdorfer Tänzer 2007” am Herzen, wie der Laudator hervorhob. Der neue Professor dankte für die hohe Auszeichnung und versprach, dem Merksteiner Karneval allzeit mit Rat und Tat zur Seite zur stehen. „Nur wer die Jugend gewinnt, gewinnt auch die Zukunft”, rief der neu ernannte Professor abschließend zur verstärkten Jugendarbeit auf.

Als erste Gratulantin war die erste stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk zu Stelle, die dem AMSK bescheinigte, mit dem neuen „Professor humoris causa” wieder eine ausgezeichnete Wahl getroffen zu haben.

Öcher Prinz

Höhepunkt im karnevalistischen Begleitprogramm war der Besuch des Aachener Prinzen Thomas I. mit seinem Hofstaat, der trotz der vorhergehenden langen Nacht mit der Ordensverleihung „Wider den tierischen Ernst” an Mario Adorf mit viel Elan nach Merkstein kam und für mächtig Furore auf der Bühne sorgte.

Auch Prinz Josef VII. aus Stadtmitte, das Kohlscheider Dreigestirn mit Prinz Ralf II., Jungfrau Udine und Bauer Patrick sowie das Kellersberger Grafenpaar Gottfried und Waltraud machten mit ihren Gefolgen dem neuen Professor ihre Aufwartung und dem närrischen Publikum viel Freude. Ein musikalisches Ständchen brachte das Trommler- und Pfeifenkorps Bardenberg der großen Narrenrunde dar.

Viel Spaß hatten die Besucher beim Auftritt der djo-Teeniegruppe Merkstein, die eine gekonnte Fußballparodie aufführte. Neben weiteren Tanzdarbietungen mit Kräften aus den Reihen der Merksteiner Karnevalsgesellschaften warteten auch die KG Scharwache Alsdorf und die „Alsdorfer Tänzer 2007” mit Auftritten auf hohem Niveau auf. Regie an diesem langen Matineemorgen führten in bewährter Manier abwechselnd Vorsitzender Eduard Vondenhoff und sein Stellvertreter Thomas Krelle.