Kreis Heinsberg: Mit noch weniger Früchten mehr Zuckererträge

Kreis Heinsberg: Mit noch weniger Früchten mehr Zuckererträge

Die hiesigen Zuckerrübenbauern und Zuckerhersteller haben Grund zur Freude. Beim Rübentag in der Heinsberger Stadthalle präsentierten Dr. Peter Kasten vom Rheinischen Rübenbauer-Verband und Dr. Willi Kremer-Schillings von der Zuckerfabrik Pfeifer&Langen, Werk Jülich, die Zahlen der jüngst vergangenen Rübenkampagne im Rheinland.

„2009 war ein besonderes Rübenjahr”, freute sich Dr. Kasten. Insgesamt wurden 1,7 Millionen Tonnen Rüben in die Zuckerfabrik nach Jülich geliefert. Aufgrund eines ebenfalls erneut gestiegenen Zuckergehaltes der Rüben konnten die Jülicher Zuckerhersteller ihren Zuckerertrag um 15,8 Prozent auf 570.000 Tonnen Zucker steigern. „Das sind fast 78.000 Tonnen mehr”, rechnete Dr. Kremer-Schillings vor. Im europäischen Vergleich liegen die Rübenerträge aus dem Rheinland an vierter Stelle. Nur die Niederlande, Belgien und Frankreich sind besser.

Dr. Kremer-Schillings rief dazu auf, in Zukunft weniger auf die Menge, sondern mehr auf noch bessere Qualität zu setzen. „Wir haben in der abgelaufenen Kampagne eine Quotenerfüllung von 133 Prozent. Das kann nicht immer gut gehen. Besser ist es, mit weniger Rüben noch mehr Zuckererträge zu erzielen.”

Ein wenig die gute Stimmung trüben dürfte die Nachricht, dass die Region Heinsberg/Geilenkirchen beim Rübenertrag im Vergleich mit den anderen Region, die nach Jülich liefern, auf dem letzen Platz liegt. „Die östlicheren Gebiete haben einfach die besseren Böden”, tröstete Kremer-Schillings die anwesenden Landwirte.

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