Kreis Heinsberg: Mit dem Hausnotrufgerät Hilfe im Notfall anfordern

Kreis Heinsberg: Mit dem Hausnotrufgerät Hilfe im Notfall anfordern

Sich sicher fühlen, auch wenn die Angehörigen verreist oder unerreichbar sind. Diesen Wunsch haben viele allein lebende Menschen, die krank oder behindert sind, jedoch eigenständig ihr Leben Zuhause führen.

Auch den Angehörigen ist meist nicht Wohl bei dem Gedanken, den Vater, die Mutter oder andere Verwandte allein auf sich gestellt zurückzulassen, wenn sie aus privaten oder beruflichen Gründen abwesend sind. In solchen Fällen bietet sich der Hausnotrufdienst des Caritasverbandes für die Region Heinsberg an.

Den Teilnehmern wird ein Hausnotrufgerät zur Verfügung gestellt, mit dem die allein stehenden alten, kranken oder behinderten Menschen, jederzeit Hilfe im Notfall anfordern können. „Das Gerät gibt den Angehörigen, die oftmals anderweitige Verpflichtungen haben und deshalb abwesend sind, sowie den Teilnehmern ein Gefühl der Sicherheit“, wissen Reinhilde Sontag-Risters, Angelika Frings und Aniela Hoeren vom Hausnotrufdienst.

Das Hausnotrufgerät besteht aus einem stationiertem Hauptgerät, das an das bestehende Telefon angeschlossen wird, und einem praktischen Handsender, der an einem Band um den Hals als so genannter „Funkfinger“ oder wie eine Uhr am Handgelenk getragen werden kann. Mit ihm kann sich der Träger bis zu 300 Meter vom Hauptgerät entfernen, so dass jederzeit — auch nachts — und somit rund um die Uhr per Knopfdruck Hilfe angefordert werden kann.

Innerhalb weniger Sekunden geht der Ruf an die Hausnotrufzentrale in Mönchengladbach, der alle Daten des Teilnehmers vorliegen. Sie reagiert sofort und stellt eine direkte Sprechverbindung her. Kann der Teilnehmer nicht sprechen oder antwortet er nicht, werden die angegebenen Bezugspersonen (die privaten Angehörigen), die diensthabende Schwester einer der nächsten sechs Caritaspflegestationen in Wassenberg, Wegberg, Erkelenz, Hückelhoven, Heinsberg oder Geilenkirchen, Arzt oder Krankenwagen benachrichtigt. Das Gerät verfügt zudem über eine programmierbare Tagestaste, die auf Wunsch aktiviert wird.

Die Teilnehmer können sich so per Knopfdruck täglich zu einer bestimmten Zeit am Gerät melden. Wird dies vergessen oder ist dies aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, setzt das Gerät automatisch einen Notruf ab. Ein Mal pro Woche führt das Hausnotrufgerät zudem selbstständig eine Kontrolle durch. Reinhilde Sontag Risters, Angelika Frings und Aniela Hoeren weisen noch darauf hin, dass die Krankenkassen die Grundgebühr für das Gerät übernehmen. „Voraussetzung ist jedoch, dass eine Pflegestufe vorliegt und der Teilnehmer alleine lebt“, betonen sie.

Es würden somit keine Kosten entstehen, sofern der Teilnehmer eigene Bezugspersonen angibt. Gibt es keine Bezugspersonen, so kann ein Schlüssel bei der zuständigen Caritas-Pflegestation hinterlegt werden. „Von dort wird dann eine examinierte Schwester geschickt“, so Reinhilde Sontag-Risters, Angelika Frings und Aniela Hoeren. Diese Leistung muss jedoch extra eingekauft werden. „Vieler unserer Teilnehmer nutzen jedoch dieses Angebot auch wenn sie Bezugspersonen haben.“ Denn diese seien nicht immer erreichbar. Und die Caritas-Pflegestationen sind über den ganzen Kreis verteilt, so dass für die Fachkräfte die Wege zu den Teilnehmern kurz sind.

Wer sich für ein Hausnotrufgerät interessiert, kann sich an Reinhilde Sontag-Risters, Angelika Frings und Aniela Hoeren vom Hausnotrufdienst, Telefon 02432-933380, Fax 02432-933381 oder per E-Mail hausnotruf@caritas-hs.de wenden.