Wassenberg: Mit 13 Jahren schon der erste Fernsehauftritt

Wassenberg: Mit 13 Jahren schon der erste Fernsehauftritt

„Meine Banjokarriere hat mich an wunderbare Orte geführt und lebenslange Freundschaften entstehen lassen”, schreibt der bekannte britische Banjospieler Sean Moyses in der Einleitung zu seiner neuen, mittlerweile fünften eigenen CD mit dem Titel „My Banjo and other friends”.

Einer dieser Orte ist für ihn jetzt auch Wassenberg, besser gesagt die sogenannte Feierabendsiedlung in der Oberstadt. Hier lebt der Profimusiker seit Februar mit seiner Frau, die aus Japan stammt. „Ich habe hier ein sehr schönes Haus gekauft”, lautet seine einfache Antwort auf die Frage, was ihn hierher verschlagen hat. Seit 14 Jahren schon lebt er in Deutschland, war schon in Bonn und Düsseldorf zu Hause.

Erfolgreich war er gerade bei einem ausverkauften Konzert in Speyer als Bandmitglied von „Rod Masons´s Hot Five”. Sie sind für ihn die derzeit beste Oldtime-Jazz-Formation, „und alles Briten, die in Deutschland leben”, fügt er schmunzelnd hinzu. Wie mit seiner Band hat sich Moyses auch in seiner Soloarbeit dem sogenannten Dixieland-Jazz verschrieben, den er den klassischen Jazz nennt. „Mein Vater liebte Jazz, und meine Mutter liebte Folk”, sagt er. „So haben wir mit der ganzen Familie vielen lokalen Musikern der unterschiedlichsten Stile zugehört.” Seine Schwester ist Gitarristin, Geigerin und Sängerin und begleitet ihn auf seiner neuen CD.

Im Alter von elf Jahren begann er seine Karriere, lernte das Banjospiel auf einer sogenannten Banjo Ukulele, einem Banjo im Kleinformat. Mit 13 hatte er schon seinen ersten Fernsehauftritt. Er war gerade 14, als die „Moyses Family Band” vor 5000 Zuschauern spielte. Mit 18 ging er auf Tournee nach Skandinavien. 1990 folgte der heute 45-Jährige einer Einladung, mit dem legendären „Pasadena Roof Orchestra” zu spielen. „Da wurde mein Kindertraum war”, so Moyses.

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