Kommentar zu Jan Ullrich: Hilfe, nicht Häme

Kommentar zu Jan Ullrich: Hilfe, nicht Häme

Es sind schwere Zeiten für Jan Ullrich. Gestern wurde der Ex-Radprofi vorübergehend festgenommen — der vorläufige Tiefpunkt einer Woche reich an Negativschlagzeilen. Es ist Ullrich selbst, der diese Schlagzeilen liefert. Er ist kein Verfolgter der Medien. Schon gar nicht deren Opfer.

Ihn, den einzigen deutschen Gewinner der Tour de France, zu sehen, wie er an der Zerstörung seines Lebenswerkes arbeitet, tut weh. Was mit seiner Verwicklung in den spanischen Dopingskandal „Fuentes“ begann und 2007 in seinem Karriereende gipfelte, setzte sich für Ullrich in seinem Leben nach dem Profi-Radsport fort.

Ullrich ist kein Einzelfall. Es gibt andere gefeierte Sportler und Prominente, die den Sprung aus dem Scheinwerferlicht nicht verkraftet haben. Was sie brauchen ist Hilfe, nicht Häme. Und aufrichtige Menschen an ihrer Seite.

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