Glossiert: Auszeit als Chance begreifen

Glossiert: Auszeit als Chance begreifen

Nun werden die Spötter wieder laut, die dem Vatikan Untätigkeit vorwerfen und die Entscheidung, Bischof Tebartz-van Elst aus der Schusslinie zu nehmen, als halbgar kritisieren. Wir beteiligen uns nicht an der „Medienverschwörung“ (Kardinal Meisner), sondern sehen die Auszeit als Chance.

Zum einen, weil die Geschichte voll von gelungenen Comebacks ist — aus christlicher Sicht muss hier der Name Saulus fallen. Zum anderen, weil ein Tribünenplatz des obersten Angestellten durchaus von Vorteil sein kann, wie nicht zuletzt die Champions-League-Siegesserie von Borussia Dortmund beweist. Wie aber könnte S.E. e. a.D. (Seine Exzellenz einstweilig außer Dienst) die Zeit am sinnvollsten nutzen? Ein paar Vorschläge:

Oder aber er macht das, was sein Kritiker Johannes zu Eltz, Stadtdekan von Frankfurt, ihm im Juli vorschlug. Tebartz-van Elst solle „sieben Jahre lang die armseligste Großpfarrei im Bistum ohne bischöfliche Privilegien als einer von uns, als Pfarrer, leiten.“ Wenn er danach sein Bischofsamt wieder aufnehme, werde er alle je von ihm gewünschte Zustimmung und allen Gehorsam erhalten. Vielleicht könnte Tebartz-van Elst in dieser Zeit auch die offenen Briefe von erbosten Katholiken aus seinem Bistum beantworten.

Halt! Nein. Wir ziehen den Vorschlag zurück. Das wäre dann doch zu unrealistisch.