Erkelenz: Mehr als vier Gesamtschulen sind das Ziel

Erkelenz: Mehr als vier Gesamtschulen sind das Ziel

Die SPD will eine vierte Gesamtschule im Kreis Heinsberg. Auch in Erkelenz steht das Thema in ihrem Wahlkampf ganz oben.

Auf einer Diskussionsveranstaltung hatten sich Bürgermeisterkandidatin Astrid Wolters und die Landtagsabgeordnete Ulla Meurer kompetente Unterstützung geholt: die stellvertretende schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Renate Hendricks, und den Hückelhovener Gerd Müller, der die Elterninitiative im Kreis für eine vierte Gesamtschule organisiert.

Jedes Jahr würden an den drei bestehenden Gesamtschulen aus Platzgründen rund 400 Schüler abgewiesen. Dies sei Beleg für den Bedarf im Kreis. „Wir wollen auch eine fünfte, sechste oder siebte Gesamtschule”, betonte Meurer. Vorerst gebe man sich aber mit einer vierten Gesamtschule zufrieden. Gegen die sperrten sich jedoch die CDU-Mehrheiten in den Kommunen.

Astrid Wolters verwehrte sich gegen den Vorwurf, dass die Gesamtschule bestehende Schulen verdrängen solle. „Wir wollen keine Schulen kaputt machen”, betonte sie. Vielmehr sei die Gesamtschule eine Erweiterung des schulischen Angebotes und helfe, die schulische Vielfalt gerade in ländlichen Regionen aufrecht zu erhalten. Gerd Müller forderte schon in den Grundschulen Aufklärung über die Gesamtschulen als weiterführende Schulen. Er wusste zu berichten, dass man in den Kommunen mit der Forderung nach einer Gesamtschule auf taube Ohren stoße.

Den Klageweg wolle man jedoch nicht beschreiten, vielmehr hoffe man, die Verantwortlichen mit Argumenten und Zahlen überzeugen zu können. So seien in Hückelhoven immerhin über 120 Unterschriften gesammelt worden. Von der Bezirksregierung waren nur 112 Unterschriften pro Kommune gefordert worden.

Der stellvertretende UB-Vorsitzende Dieter Spalink betonte, dass das Thema nicht ideologisch ausgeschlachtet werden dürfe. Aus diesem Grund habe sich die SPD zurückgehalten. Der Druck auf die Landesregierung müsse von den Elterninitiativen ausgehen.