Stolberg/Kecskemét: Zwei Vize-Titel bei der Kettlebell-EM

Stolberg/Kecskemét : Zwei Vize-Titel bei der Kettlebell-EM

Die Erfolgsgeschichte der noch jungen Kettlebell-Hochburg Stolberg ist fortgeschrieben worden, und zwar auf internationalem Parkett: Bei den Kettlebell-Europameisterschaften im Ungarischen Kecskemét haben Sportler der Stolberger Turngemeinde (STG) fünf Medaillen errungen.

Erst vor rund zweieinhalb Jahren hat Vadim Sichwardt die Kettlebell-Gruppe innerhalb der STG gegründet, wurde dann Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Kettlebell Sportler und holte daraufhin in dieser Funktion zwei Jahre in Folge die Deutsche Meisterschaft der Kraft-Ausdauersportart nach Stolberg. Beim Kettlebell müssen Kugelhanteln in einem vorgegebenen Zeitraum möglichst oft über den Kopf gestoßen oder gerissen werden. Die Stolberger Gruppe startete mit drei Aktiven, heute sind es 18 Sportler. Und auch die sportlichen Leistungen korrespondieren mit der positiven Entwicklung der Sportart. Zwei Titel, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen gingen bei der Deutschen Meisterschaft im April an die Gastgeber.

Bei der EM in Ungarn war jetzt die Konkurrenz freilich um einiges größer. Insgesamt gingen 250 Athleten aus 24 Nationen an den Start — fünf davon aus Stolberg.

Bei den Frauen waren Nadezda Kozlov und Franziska Fabeck im langen Zyklus (einarmig) in der gleichen Gewichtsklasse erfolgreich. Mit 119 Wiederholungen gewann Nadezda Kozlov den Vize-EM-Titel, und Franziska Fabeck sicherte sich mit 74 Wiederholungen die Bronzemedaille. Die Stolberger Herren traten im Biathlon aus den Teildisziplinen Reißen und Stoßen an, und der Teamälteste war auf den Punkt fit. Waldemar Grinjuk, vor gut einem Monat noch Bronzemedaillengewinner bei der Deutschen Meisterschaft am Glashütter Weiher, konnte sich bei seiner ersten EM-Teilnahme noch steigern und schaffte 150 Wiederholungen im Biathlon, was ihm den Vize-EM-Titel bei den Senioren einbrachte. Ebenfalls mit EM-Silber gekürt, kehrte Vadim Sichwardt in die Kupferstadt zurück. Der STG-Kettlebell-Trainer gewann mit stolzen 287 Wiederholungen den Vize-Titel. Der Vorjahresdritte Roger Fabeck bestätigte seine Leistungsstärke, schrammte als Vierter mit 204 Wiederholungen knapp an den Medaillenplätzen vorbei.

(dim)
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