Stolberg-Münsterbusch: Züblin-Projekt steht vor der Realisierung

Stolberg-Münsterbusch: Züblin-Projekt steht vor der Realisierung

Ein Leuchtturmprojekt geht sechs Jahre nach seiner Geburt in die entscheidende Phase. „Wir können jetzt die Planung konkretisieren“, erklärte Rainer Maria Schäfer auf Anfrage unserer Zeitung. Anfang nächsten Jahres soll in Zusammenarbeit mit der Stadt das Bebauungsplan-Verfahren angelassen werden, so der Bereichsleiter der Kölner Strabag Real Estate, der darüber bereits in konkreten Gesprächen mit der Stadtverwaltung steht.

Unter dem Namen „Züblin-Projekt“ gewann die geplante Ansiedlung eines großflächigen Bau- und Gartenmarktes auf dem ehemaligen Gelände der Stolberger Zincoli sowie des Erweiterungsgeländes des Dienstleistungszentrum Anfang 2007 Profil.

Die „Züblin Development“ hatte sich mit ihren Planungen im Vorjahr an einem Investorenwettbewerb beteiligt, den Simone Kaes-Torchiani ausgelobt hatte. Zuvor hatte die damalige Technische Beigeordnete einen solchen Wettbewerb im Rathaus durchgesetzt und die Zusammenlegung der beiden Bereiche forciert, so dass eine attraktive, rund vier Hektar große Ansiedlungsfläche entstand.

Das Konzept der Kölner überzeugte in der Kupferstadt in allen Belangen. Hochwertige Architektur, die den unter Denkmalschutz stehenden Industriekamin als beleuchtete Landmarke nutzen möchte, sowie ein mehrteiliges Nutzungskonzept, das Kaufkraft aus der Region nach Stolberg locken kann, fanden die ungeteilte Zustimmung des Stadtrates.

Das Ursprungskonzept sieht einen Baumarkt mit einer Betriebsfläche von 10500 m2 sowie einen verglasten Gartenmarkt mit weiteren 3000 m2 an der südlichen Seite vor, 500 Stellplätze bieten in der Mitte in Form einer auf das Museum Zinkhütter Hof hinweisenden Allee reichlich Platz für Kundschaft und tragen zur Versiegelung der Altlast bei.

In der Verlängerung des DLZ ist ein zweiter Bauabschnitt zur Cockerillstraße mit 4200 m2 Betriebsfläche und attraktiver Gestaltung der Ecke zur Mauerstraße hin angedacht, wo ein Kreisverkehr entstehen könnte. Die Investitionssumme wurde mit über 20 Millionen Euro angegeben.

Auf Basis dieser Pläne will die Strabag Real Estate, die auch in das Aachener Kaiserplatz-Projekt eingebunden ist, nun Nägel mit Köpfen machen, erklärt Schäfer. Verzögert hatte sich die Umsetzung des Vorhabens durch die Wirtschaftskrise, während der potenzielle Ankermieter Zurückhaltung übten.

Bis zum 30. Juni 2013 hatte der Stadtrat daraufhin den Optionsvertrag mit der Strabag zum Ankauf des städtischen Areals verlängert. Ein möglicher Interessent hat sich mittlerweile in Brand an der Autobahn niedergelassen. Gespräche mit Ankermietern und weiteren Interessenten sind offensichtlich nun soweit gediehen, dass nun an den Details des Projektes gearbeitet werden kann.

Bodenuntersuchungen sind bereits erfolgt. Weitere Gutachten, wie beispielsweise ein Verkehrskonzept, werden im Rahmen der Bauleitplanung erforderlich. „Anfang kommenden Jahres wollen wir die aktualisierten Pläne nun den Gremien des Stadtrates vorstellen können“, kündigte Rainer Maria Schäfer an.

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