Stolberg-Büsbach: Zehntes Juso-Konzert: Fünf junge Bands rocken im Mai

Stolberg-Büsbach: Zehntes Juso-Konzert: Fünf junge Bands rocken im Mai

Mit kraftvoller, energiegeladener Musik, verzerrten Gitarren und treibenden Rhythmen haben gleich fünf Bands das überwiegend junge Publikum im Büsbacher Bürgerhaus begeistert.

Der von den Stolberger Jusos ausgerichtete „Rock im Mai” ist längst zu einer Kupferstädter Traditionsveranstaltung geworden, und auch bei der zehnten Auflage blieben die Jusos ihrer Philosophie treu: „Das Konzert soll vor allem Jugendlichen die Möglichkeit bieten, Bands live zu erleben. Daher organisieren wir das Event nicht gewinnorientiert, sondern zu Preisen, die junge Leute sich leisten können”, beschrieb Tim C. Schmitz, Vorsitzender der Stolberger Jusos.

So lag der Eintrittspreis auch in diesem Jahr bei 3 Euro, und kühle Getränke waren ebenfalls günstig zu haben. Um trotzdem fünf Bands samt Technik auf die Bühne zu bringen, bemühe man die Kasse der Jusos, erklärte Schmitz. Nach den vergangenen zwei Jahren im Münsterbuscher Jugendheim hätten die Veranstalter diesmal das Bürgerhaus in Büsbach als Konzertort gewählt, damit das Stolberger Publikum auch in der Fläche bedient werde. Weiterhin sei ein Anliegen von „Rock im Mai”, jungen Musikern aus der Region die Gelegenheit zu geben, vor Publikum zu spielen.

Und diese Gelegenheit nutzten die Bands zur Freude des Publikums mit hörbar angenehmem „Nebeneffekt”: Die aus einem Band-Projekt der Musikschule Merz entstandene „Noname Cooperation”, „The Tideline”, „Ben Fortune” und „The Pitch Pipes” präsentierten viele Facetten der Rockmusik, so dass unter anderem Metal, Grunge und Punkrock zu hören waren. Leider war die Formation „Coconut Butts” ausgefallen, da ihr Sänger unter einer Entzündung der Stimmbänder leidet. Doch die Jusos und die Gäste des zehnten „Rock im Mai” hatten Glück im Unglück.

Zwar galt es, auf den rockigen Ska der Simmerather Band zu verzichten, aber die „Coconut Butts” hatten unmittelbar nach ihrer Absage befreundete Musiker kontaktiert und konnten den Veranstaltern so fünf „Ersatzbands” anbieten, die Zeit und Lust hatten, in Büsbach zu spielen. Die Wahl der Stolberger Jusos fiel auf „Center”. Die Band, die eigens aus Lippstadt angereist war, erwies sich als würdige Vertretung für die „Coconut Butts” und sprach das Publikum mit progressivem Rock an, der durch druckvolle Instrumentalteile und funkig frischen Sound überzeugte. Zudem hatte „Center” neues Songmaterial im Gepäck, das im Büsbacher Bürgerhaus sehr gut ankam.