Stolberg: Wetter und Lücken trüben Bilanz bei der Stadtkirmes

Stolberg: Wetter und Lücken trüben Bilanz bei der Stadtkirmes

Die „Währung” bei der Stolberger Stadtkirmes sind Plastikchips in Knallbonbonfarben. Die Chips vom „Scheibenwischer” auf dem Jordansplatz beispielsweise - den ulkigen Namen hat das Karussell aufgrund seiner kreisenden Auf- und Abbewegungen - sind in einem leuchtenden Pink. Und auch an anderen Stellen und Fahrgeschäften geht es kunterbunt zu.

Zu einer Kirmes gehört das Werben, das Locken - sozusagen die „Zuckerwatte” für die Ohren. Arthur van Tellingen hat diese „Lockrufe” drauf. „Wer hat noch nicht, wer will noch mal?! Steigen Sie ein zu einer rasanten Fahrt”, wird seine Stimme über große Lautsprecherboxen auf den Platz getragen. Das ist das entscheidende Signal für drei Jungen und zwei Mädchen, die sich schon eine Weile vor der Attraktion herumdrücken. In den Tiefen ihrer Hosentaschen fischen sie nach Geldstücken, die sie zusammenlegen, damit es für jeden zu einer Fahrt reicht.

Im Nu sind alle Sitze belegt, was nicht nur daran liegt, dass der „Scheibenwischer” die Art von Karussell ist, die Kinder und Jugendliche besonders toll finden. Auch mit der Aussicht auf Freifahrten schafft es Arthur van Tellingen, das Interesse der Besucher auf sein Geschäft zu lenken. Wie zum Beispiel mit dem „Plastikbecher-Test”. Die Kinder halten einen mit Wasser gefüllten Plastikbecher in den Händen. Wer es schafft, dass bis zum Ende der Fahrt nicht der komplette Inhalt des Bechers herausgeschwappt ist, wird mit einer Freifahrt belohnt.

Im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen ist der 36-jährige Niederländer zufrieden mit dem, was er in der Kasse hat.