Stolberg: Werkwoche für Erzieher: Neue kulturelle Erfahrungen gesammelt

Stolberg: Werkwoche für Erzieher: Neue kulturelle Erfahrungen gesammelt

Die Erzieherinnen und Erzieher der Fachschule für Sozialpädagogik stellten am Wochenende die Ergebnisse ihrer traditionellen „kulturellen Werkwoche“ vor.

Zuvor hatten die Studierenden eine Woche lang die Möglichkeit, in einem selbst gewählten Workshop, wie beispielsweise „Begegnungsraum Musik“, „Internationaler Tanz“, „Mode Upcycling“ oder „Fotografie“ neue, kulturelle Erfahrungen zu machen. Durch das außergewöhnliche Angebot, konnten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen neu erproben und eine neue Seite von sich entdecken. Angeleitet wurden alle Arbeitsgruppen von erfahrenen Künstlern aus der Region, die für diesen Zeitraum als Dozenten in der Erzieherausbildung am Berufskolleg tätig waren.

Offene Ateliers

In Form eines Rundgangs durch offene Ateliers konnten die kreativen Arbeiten, aber auch die Arbeitsprozesse selbst am Ende bestaunt werden. Neben dem kulturellen Aspekt, stand auch das Soziale im Zentrum: „Die verschiedenen Studentinnen, die sich ja nicht alle kennen, bekommen hier die Möglichkeit, sich untereinander näher kennen zu lernen“, informiert die Kunstpädagogin Inga Kühl. Die Teilnehmenden können sich durch dieses Angebot in einem neuen Kontext erleben, und das scheinen sie sichtlich zu genießen: Die Gesangsgruppe entschied sich wider Erwarten der Leiterin Maria Hermanns, für Gospel. Und mit dieser Wahl trafen sie ins Schwarze: Die Sängerinnen begeisterten mit „Oh happy day“. Stolze Gesichter trafen auf den lang anhaltenden Applaus.

Aber auch die Tanzgruppe legte mit der Leiterin Julianna Karacsonyi einen beeindruckenden Auftritt hin. Gekleidet in traditionellen Roben, präsentierten sie einen spanischen Tanz, gefolgt von arabischem Bauchtanz, bei welchem heftig die Hüften gekreist wurden. „Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil des Umgangs mit Kindern. Julianna hat immer wieder im Unterricht darauf hingewiesen, wie wir das dann später im Beruf umsetzen können“, teilt Studentin Lisa Haubrich mit.

Viel Zulauf hat außerdem der Workshop „Graffiti“ erhalten. „Schrift ist nicht nur Information, man kann auch kreativ mit ihr umgehen. Vor allem beim späteren Arbeiten mit Kindern kann man davon profitieren“, erläutert der Künstler Sebastian Trispel.

Ausgestellt wurden jetzt in der Schule nicht nur die Ergebnisse, sondern auch die Zwischenschritte, so dass Außenstehende den Arbeitsprozess der Beteiligten nachvollziehen konnten. Und obwohl die Werkwoche vorbei ist, konnte man hier und da noch einige Studierende ausmachen, die ihren Werken eifrig den letzten Schliff verpassten. Dies verdeutlicht auch die Idee hinter dem Projekt: Neue Interessen und Fähigkeiten zu entdecken, die man weiterhin genießen kann und an denen noch weiter gefeilt werden kann.

(isra)
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