Stolberg: Wer besitzt frühe Ölbilder von Dahmen?

Stolberg: Wer besitzt frühe Ölbilder von Dahmen?

Leihgaben gesucht für die „in memoriam“—Ausstellung von Karl Fred Dahmen (1917-1981), die am Sonntag, 12. Oktober, im „Art Department“, der Villa des Museums Zinkhütter Hof, beginnt.

Nach den ersten beiden „in memoriam“-Ausstellungen für Hermann Koch und Bert Stollenwerk wird im Oktober die dritte Ausstellung mit Frühwerken von Karl Fred Dahmen im „Art Department“ geplant. In Zusammenarbeit mit der Nachlassverwaltung von K.F. Dahmen wird unter anderem eine Kollektion Zeichnungen aus den 1940er und 1950er Jahren präsentiert.

Die Ausstellung wird bis zum 1. Februar 2015 immer sonntags zwischen 14 und 17 Uhr im ehemaligen Herrenhaus des Zinkhütter Hofs zu besichtigen sein. Noch bis zum 8. Juni dauert die jetzige Ausstellung „In memoriam Bert Stollenwerk (1912-1997)“.

Die Karl-Fred-Dahmen-Gemäldepräsentation soll durch private Leihgaben von frühen realistisch gemalten Ölbildern und Zeichnungen ergänzt werden. Eigentümer von Dahmen-Originalbildern werden gebeten, sich bei Interesse telefonisch bei Christa Oedekoven, Telefon 5255 und E-Mail christa.oedekoven@googlemail.com, zu melden.

Der Künstler Dahmen ist einer der berühmtesten Söhne der Stadt und gehört zu den bedeutendsten Vertretern des Informel und Tachismus. Dahmen studierte an der Werkkunstschule Aachen und an der Kunstakademie Düsseldorf. Ab 1950 nahm er an Ausstellungen mit der Gruppe „Junger Westen“ teil. Er malte expressiv-abstrakte Gemälde mit tektonischem Gefüge, ab 1956 dunkeltonige, reliefhafte informelle Malerei und Collagen, in denen die Verletzung der heimischen Landschaft durch den Tagebau anklingt. Im Jahr 1959 war Dahmen bei der „documenta II“ in Kassel vertreten. Ab 1965 entstanden Objektkästen mit Fundstücken, nach 1968 sogenannte Polsterbilder. Von 1967 bis 1981 war er Professor an der Akademie der Künste München.

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