Vortrag zum "Eisernen Rhein"

Beim Heimat- und Geschichtsverein : Romantik und wirtschaftlicher Aufschwung

„Der Eiserne Rhein“ ist ein Vortrag überschrieben, zu dem der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein einlädt für Donnerstag, 12. September, ab 20 Uhr in den Kupferhof Rosental. Im Vordergrund des Vortrages von Karl Mäurer steht die Entwicklung der Eisenbahn.

Beginnend mit der Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress im Jahre 1815 bestimmten das politische Umfeld, die wirtschaftlichen Verhältnisse der beteiligten Staaten, die fortschreitende industrielle Revolution und einige exponierte Köpfe von Vordenkern die Voraussetzungen für die Eisenbahn, unter anderem von Köln nach Antwerpen.

Die Denkschriften von Friedrich List, Ludwig Camphausen und anderer haben - unabhängig von den wirtschaftlichen Verhältnissen in Belgien - für ein zunächst kritisches, aber letztlich positives Klima für den Eisenbahnbau in Form eines Streckennetzes gesorgt. Letztlich fokussiert sich der Blick auf eine Person, deren Pläne der endgültigen Streckenführung in Preußen (und in Stolberg) sich letztlich durchgesetzt haben: David Hansemann (1790 bis 1864).

Unabhängig von dem begeisterten und romantischen Blick der Bevölkerung auf die Eisenbahn zeigte sich, dass man mit Eisenbahn-Aktien viel Geld verdienen konnte. Die Entscheidung, eine Eisenbahn zu bauen, war für die Aktionäre zuerst eine wirtschaftliche Entscheidung. Und schnell haben die Städte und Gemeinden, die an die Eisenbahn angeschlossen waren, verstanden, dass der Bahnanschluss eine Garantie für wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlstand bedeutete.

So wurde die Eisenbahnstrecke von Köln nach Antwerpen die erste grenzüberschreitende Bahn auf dem europäischen Festland.

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