Stolberg: Vorstandswechsel bei Vereinigung der türkischen mittelständischen Betriebe

Stolberg: Vorstandswechsel bei Vereinigung der türkischen mittelständischen Betriebe

„Side”, die örtliche Vereinigung der türkischen mittelständischen Betriebe, hat einen neuen Vorsitzenden. Recep Kindam, der für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand, wurde von Ahmet Yildiz im Vorsitzendenamt abgelöst. Kindam bekleidet nun den Posten des Schatzmeisters und des Pressesprechers.

Neben Wahlen prägten der Jahresrückblick und die Planung kommender Aktionen die Jahreshauptversammlung des Vereins. Für den Rückblick war der bisherige Vorsitzende Recep Kindam verantwortlich. Er erinnerte an die Aktionen gegen Rechtsradikalismus, die die Arbeit der Side wesentlich geprägt hätten. „Wir wollten ein Zeichen setzen”, sagte Kindam und dankte den türkischen Geschäftsleuten, die sich an den zahlreichen Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus, wie unter anderem an der Anti-Rassismus-Kundgebung auf dem Jordansplatz und dem Protestmarsch durch die Innenstadt, beteiligt hatten.

Des weiteren rief Kindam das sogenannte Iftar-Essen in Erinnerung, das nach seinen Worten allein schon durch die Tatsache, dass sich 1500 Menschen beteiligten, von Erfolg gekrönt war. Zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan hatte die Side zudem auf dem Mühlener Markt ein großes, öffentliches Fastenessen organisiert.

Als Erfolg wertete Kindam auch die Beteiligung der Side bei der Montage der Weihnachtsbeleuchtung. So waren unter der Regie der türkischen Geschäftsleute im Bereich von Steinweg und Salmstraße etliche Beleuchtungselemente installiert worden. Eine Aktion, die auch SMS-Sprecher Patric Peters mit Lob bedachte. „Der Einsatz auf den Hebebühnen war vorbildlich.”

Als Mittler zwischen den Kulturen bezeichnete Bürgermeister Ferdi Gatzweiler die Side. Er dankte der türkischen Mittelstandsvereinigung für ihren positiven Beitrag bei der Bekämpfung des Rassismus und rief zum gemeinsamen solidarischen Handeln auf, wenn Anfang April erneut Neonazi-Aufmärsche stattfinden sollten. Beteiligung forderte Gatzweiler auch bei der Neuplanung der Mühlener Brücke, deren Bauausführung - im Raum stehen Ideen, die von einer reinen Fußgängerbrücke bis hin zu einer Straßenbrücke reichen - eine große Bedeutung für das türkische Geschäftsleben habe.

Den Blick nach vorne richtete der wiedergewählte stellvertretende Vorsitzende Ahmet Ekin. Er möchte Seminare anbieten, die sich unter anderem mit den Themen deutsche Hygiene-Vorschriften, Lebensmittelüberwachung und Steuerrecht befassen. „Wir wollen Behördenvertreter und Geschäftsvertreter an einem Tisch bringen. Immer wieder kommt es zu Missverständnis und Ärger, weil viele türkische Geschäftsleute das deutsche Lebensmittelrecht nicht beherrschen”, sagte der Vize-Vorsitzende.

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