Stolberg: „Vorsichtiger Optimismus” bei der Firma Prym

Stolberg: „Vorsichtiger Optimismus” bei der Firma Prym

„Für das Jahr 2010 bin ich vorsichtig optimistisch”, sagt Andreas Engelhardt, Vorsitzender der Prym-Geschäftsführung. Das ist keine generelle Entwarnung, aber dennoch schon ziemlich viel für ein Unternehmen, das nicht nur die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise, sondern auch zwei EU-Strafen von insgesamt 67,5 Millionen Euro zu bewältigen hat.

„Wir haben vermutlich das schwierigste Jahr unserer Geschichte erlebt”, resümiert Engelhardt. „Und es ist es gelungen, Prym aus einer lebensgefährlichen Situation herauszuführen.” Bis zu 50 Prozent betrugen die Auftrags- und Umsatzeinbrüche in manchen Bereichen zu Beginn des Jahres, wobei vor allem die fehlende Nachfrage aus der Automobilbrache zu Buche schlug. Allein bei Consumer, das vornehmlich Näh- und Handarbeitszubehör produziert, blieb die Lage stabil.

Das Gesamtergebnis des Konzerns freilich wird das nicht retten können. Die Bilanz, so kündigt Andreas Engelhardt an und greift den abschließenden Zahlen vor, wird „schlimm ausfallen, aber nicht so schlimm, wie zu Jahresbeginn befürchtet”.

Dass der große Knall ausgeblieben ist und nach Angaben des Geschäftsführers die Liquidität „aus eigener Kraft” gesichert werden konnte, liegt in erster Linie an dem 40-Millionen-Sparpaket, das im Frühjahr geschnürt worden war. „90 Prozent der Maßnahmen sind bereits umgesetzt”, stellt Engelhardt zufrieden fest und ergänzt: „Von den erzielten Effekten werden wir auch im nächsten Jahr profitieren.”

Gleichwohl will Prym einen zusätzlichen zweistelligen Millionenbetrag” einsparen, um im Bedarfsfall für einen möglichen Einbruch in der zwischenzeitlich dank der Abwrackprämie erholten Automobilindustrie gewappnet sein. Schließlich will das Unternehmen, so Engelhardt, im kommenden Jahr im operativen Bereich wieder schwarze Zahlen schreiben und ab 2011 wieder ein positives Gesamtergebnis verweisen können.

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