Filmpremiere im Zinkhütter Hof: „Von Bäumen, Menschen und Sägen“ vorgestellt

Filmpremiere im Zinkhütter Hof : „Von Bäumen, Menschen und Sägen“ vorgestellt

„Der Wald liegt im Trend“, stellte Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland (LVR) bei der Filmpremiere der Produktion „Von Bäumen, Menschen und Sägen“ im Museum Zinkhütter Hof begeistert fest.

Was mit der filmischen Aufarbeitung des Arbeitsgebiets der Forstwirtschaft in Stolberg so eindrucksvoll dokumentiert wurde, sei ein hervorragendes Beispiel für die Arbeitswelt Forst im gesamten Nordrhein-Westfalen. „Der Wald ist einerseits Naherholungsraum für die Bürger und andererseits Lebensinhalt und Arbeitsstätte für rund 200.000 Menschen in unserem Bundesland“, erklärte Wilhelm.

Neben den wichtigen Funktionen, die der Wald für das Ökosystem übernehme, sei er zugleich Wirtschaftsfaktor, Rohstofflieferant und beliebtes Ausflugsziel. Der Film über die Holzproduktion und -verarbeitung in der Region, der in Zusammenarbeit mit dem Museumssägewerk und Forstbetrieb in Stolberg-Zweifall vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte produziert wurde, ist ein lebendiges Zeugnis davon.

Die Volkskundlerin Andrea Graf porträtiert damit die Arbeit im Wald sowie in zwei produzierenden Sägewerken aus Zweifall und Würselen. „Die persönlichen Erfahrungen der Menschen und das seit zehn Jahren wirklich beeindruckende ehrenamtliches Engagement des Fördervereins Museumssägewerk stehen im Film im Mittelpunkt. Darin spiegeln sich die wirtschaftliche, ökologische und ortsgeschichtliche Bedeutung, die Wald und Holz für die Menschen in der Region haben“, erklärt Graf.

Die mitwirkenden Protagonisten erhielten ihr persönliches Exemplar der DVD auf der Bühne im Beisein von Dr. Tim Grüttemeier, Bürgermeister der Stadt Stolberg und Konrad Hecker, Forstamtsleiter des Regionalforstamts Rureifel-Jülicher Börde´. „In Stolberg spielt der Wald eine wichtige Rolle auch in Zeiten der Digitalisierung und Industrie 4.0 ist der nachwachsende Rohstoff Holz bedeutend. Wald und Forst üben eine ungebrochene Faszination auf uns aus“, erklärte Grüttemeier.

Neben der Kupferstadt Stolberg namensgebenden metallverarbeitenden Industrie sei auch die Holzverarbeitung eine Triebfeder.

Dem Forstdirektor Robert Jansen, Vorsitzender des Fördervereins Museumssägewerk Zweifall, und seinem Team dankte der Bürgermeister für das große ehrenamtliche Engagement.

Für die Medienstation im Museumssägewerk wurden neben dem 40-minütigen Hauptfilm fünf neue Filme produziert, die dort seit Anfang September erfolgreich laufen. Die Dreharbeiten dazu fanden im Herbst 2017 statt. Im Zuge dessen wurden auch neue Kurzfassungen von fünf LVR-Produktionen angefertigt, die zwischen 1976 und 1989 zu verschiedenen Themen des Holzgewerbes entstanden sind.

Diese Filme sind als Bonusmaterial auf der DVD enthalten. Die DVD ist zum Preis von 15 Euro im Museumsshop erhältlich und bei Andrea Graf vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte unter Telefon 0228/9834-266 oder unter E-Mail andrea.graf@lvr.de zu bestellen.