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Geschichte der Liester: Vom Heideland zum Wohngebiet

Geschichte der Liester : Vom Heideland zum Wohngebiet

Lokalhistoriker Toni Dörflinger stellt am 23. Juni die Historie der Liester im Theatersaal des VHS Kulturzentrums Frankental vor. Eine Anmeldung vorab ist zwingend erforderlich.

Um 1900 war die Liester ein unbebautes Heideland, das zur Gemeinde Büsbach gehörte und auf dem sich – sprichwörtlich – Fuchs und Hase gute Nacht sagten. Lediglich der Abbau von Erzen, Sand und Gestein hatte die Liester in der Mitte des 19. Jahrhunderts interessant und begehrlich gemacht.

Als im späten 19. Jahrhundert der Abbau eingestellt wurde, prägten aufgelassene, mit Wasser gefüllte Steinbrüche und Gruben die Landschaft. Bebauung entstand erst im frühen 20. Jahrhundert. Kleine Siedlungspunkte waren damals die heutige Ardennenstraße, die Straße Auf der Liester und die Walther-Dobbelmann-Straße.

In den späten 1930er Jahren wurde auf der Liester der Westwall mit seinen Panzersperren (Höcker) und Bunkern gebaut. Startpunkt der großflächigen Bebauung – geplant war sie schon in den 30er Jahren – war in den frühen 50er Jahren die Errichtung der „Prym-Siedlung" an der Ecke Burgstüttgen/ Auf der Liester.

Fortgesetzt wurde das Bauprogramm in den 60er und 70er Jahren. In rascher Folge entstanden Eigenheime, Wohnblocks, Hochhäuser, eine Kirche, Spielplätze, Kindergärten, Schulen, eine Senioreneinrichtung, Gaststätten und Geschäfte. Wenn auch nicht als solcher anerkannt, hatte sich die Liester damit längst zu einem neuen Stadtteil entwickelt.

Die Geschichte der Liester ist Thema einer Power-Point-Präsentation von Lokalhistoriker Toni Dörflinger, die am Dienstag, 23. Juni, von 19 bis 20.30 Uhr, im Theatersaal des VHS Kulturzentrums Frankental stattfindet. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Alle Vorkehrungen zur Einhaltung der hygienerechtlichen Vorgaben im Kulturzentrum wurden getroffen. Einlass in das Kulturzentrum ist 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn für angemeldete Teilnehmer. Aufgrund der aktuellen Lage ist eine Anmeldung erforderlich, die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die Anmeldung erfolgt online über www.vhsstolberg.de, per Telefon unter 02402/862457 oder per Mail unter vhs@stolberg.de.