Stolberg: Vision Güterverteilzentrum: Am Hauptbahnhofs schon aktuell

Stolberg: Vision Güterverteilzentrum: Am Hauptbahnhofs schon aktuell

Seit einigen Wochen liegt der Vorschlag auf dem Tisch: Am Stolberger Hauptbahnhof soll ein regionales Güterverteilzentrum entstehen. Die Christdemokraten Helmut Brandt und Dr. Tim Grüttemeier wagten den Vorstoß bei der Euregio-Verkehrsschienennetz Gmbh (EVS), nachdem ein vergleichbares Vorhaben in Düren vor dem Aus steht.

Eine Machbarkeitsstudie der IHK hatte dem Standort Stolberg neben Merzbrück ebenso bestes Potenzial für einen solchen Umschlagplatz für Güter von der Schiene auf die Straße gegeben. Der Vorteil Stolbergs liegt darin, dass die EVS bereits ein umfangreiches Angebot an Schienen vorhält.

Zwölf Gleise mit jeweils rund 500 Meter Länge stünden dafür alleine im favorisierten Bahnhofsbezirk 5 bereit; dort ist auch noch eine Siloladestation vorhanden. Weitere 25 Gleisstränge sind in zwei anderen Bezirken des Hauptbahnhofs für den Gütertransport vorrangig reserviert.

Und bereits heute wird der Stolberger Hauptbahnhof für den Güterumschlag genutzt. In diesen Tagen wurden im Bezirk 5 umfangreiche Mengen von Holz umgeschlagen, erklärte EVS-Geschäftsführer Thomas Fürpeil auf Anfrage unserer Zeitung. Regelmäßig organisiert die Salzburger Eisenbahn Transportlogistik GmbH von Österreich aus Transporte zur Zellstoff Stendal GmbH mit Sitz in Arneburg in Sachsen-Anhalt.

Holz aus der ganzen Region wird dazu im Stolberger Hauptbahnhof gesammelt und auf die Schiene umgeladen. Die Waggons werden in der Kupferstadt dann zu Zügen mit einer Länge von 550 Meter und einem Transportgewicht von 1850 Tonnen zusammengestellt.

(J. Lange)
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