Stolberg-Vicht: Vichter Dorfladen ist dank der Ehrenamtler Treffpunkt

Stolberg-Vicht: Vichter Dorfladen ist dank der Ehrenamtler Treffpunkt

Die erste Bilanz sei mehr als positiv, erklärt Jochen Emonds vom Verein Vichter Dorfladen: „Nach den ersten sechs Wochen sind wir sehr zufrieden mit dem großen Zulauf. Viele Vichter und Menschen aus der Umgebung kaufen im Dorfladen ein, und der Café-Bereich ist auch sehr gut besucht“, berichtet er der Stolberger Ehrenamtsbeauftragten Hildegard Nießen.

Dies sei keine gefühlte Einschätzung, sondern korrespondiere mit den harten Zahlen im Businessplan des Vereins, der den Laden trägt. Für Nießen besonders bemerkenswert: das starke ehrenamtliche Engagement der Menschen, die den Dorfladen, der nicht gewinnorientiert ist, überhaupt möglich machen: „Die Ehren­amt­ler helfen, die Nahversorgung zu sichern und einen Treff- und Kommunikationspunkt anzubieten. Der Vichter Dorfladen ist ein Paradebeispiel für die Bedeutung des Ehrenamtes in unserer Gesellschaft“, sagt Nießen.

Engagement für das Gemeinwohl könne man sehr vielfältig einbringen — ob im Sportverein, im kulturellen oder sozialen Bereich. In ihrer Aufgabe als Ehrenamtsbeauftragte der Stadt wolle sie — die ehemalige Landtagsabgeordnete und stellvertretende Bürgermeisterin — einerseits den Stellenwert des Ehrenamtes hervorheben und andererseits noch mehr Menschen an das freiwillige Engagement heranführen: „Ich möchte die Bandbreite der vielen Möglichkeiten aufzeigen. Die Tätigkeitsbereiche sind facettenreich, und der Zeitaufwand reicht von täglich bis ein oder zwei Stunden in der Woche“, beschreibt Nießen.

So auch im Vichter Dorfladen und Café. Dort sind derzeit mehr als 60 Ehrenamtler im Einsatz, arbeiten meist fünf Stunden in der Woche.

„Und es könnten durchaus mehr sein, da der Dorfladen floriert und in Stoßzeiten wirklich viel los ist“, erläutert Emonds. Und er erklärt, warum der Vichter Dorfladen so viel ehrenamtliches Engagement benötigt: „Der Laden bietet einen kleinen, aber gut sortierten Supermarkt mit Frischeabteilung, eine Bäckereitheke, das Café mit Bedienung, eine Postfiliale, eine Lotto-Annahmestelle und einen Wäscherei-Service.“ Hinzu komme der Hol- und Bringservice, der Menschen, die nicht mobil sind, zum Einkaufen oder Cafétrinken abholt und wieder nach Hause fährt.

„Der Wert des Ladens mit Café für die Dorfgemeinschaft und die Umgebung ist dank der ehrenamtlichen Helfer äußerst hoch“, würdigt Nießen. Dies ist auch die Motivation für Karin Bleimann gewesen, sich fünf Stunden wöchentlich im Dorfladen zu engagieren. Und „es war eine goldrichtige Entscheidung“, sagt sie heute. „Es macht Spaß, weil man in Kontakt mit vielen Menschen kommt. Wir Ehrenamtler arbeiten im Team gut und sehr kollegial zusammen, und die Kunden und Gäste sind sehr nett und dankbar, dass es den Laden gibt.

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