Vichtbach: Anfrage Hochwasserschutz für Stolberg und Roetgen-Resolution

Mehr Akzeptanz mit den Alternativen? : „Kleine Anfrage“ an Landesregierung zum Hochwasserschutz für Stolberg

Der für den Südkreis der Städteregion zuständige Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling hat sich zu den Hochwasserschutzmaßnahmen für die Stolberger Innenstadt mit einer sogenannten „Kleinen Anfrage“ an die Landesregierung gewandt.

Es besteht der Plan des Wasserverband-Eifel-Rur (WVER), ein Planfeststellungsverfahren zum Bau zweier Regenrückhaltebecken einzuleiten. Errichten will der WVER sie auf dem Gebiet der Gemeinde Roetgen: bei Rott mit einem Stauvolumen von rund 800.000 Kubikmeter und bei Mulartshütte mit einem Stauvolumen von 400.000 Kubikmeter.

Der Rat der Gemeinde Roetgen hatte daraufhin eine Resolution an die Umweltministerin des Landes zu den geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen im Vichtbachtal  veröffentlicht. Kämmerlings „Kleine Anfrage“ bezieht sich auf diese Resolution, die alternative Lösungen für den Stolberger Hochwasserschutz einfordert.

: „Die Gemeinde Roetgen hat Vorschläge vorgebracht, die seitens der Wassergewinnungs- und Aufbereitungsgesellschaft Nordeifel (WAG) auf Widerstand stoßen“, berichtet Kämmerling: „Ich möchte nun von der Landesregierung wissen, wie sie zum einen die Aussagen der WAG und zum anderen die alternativen Vorschläge der Gemeinde Roetgen bewertet.“

Ein Vorschlag aus Roetgen ist es, einen Teil des im Vichtbachtal geplanten Rückhalteraums im Einzugsgebiet des Dreilägerbachs zu realisieren. Als weitere Alternative könnte sich die Gemeinde Verhandlungen der Landesregierung mit Belgien über die Bewirtschaftung der Wesertalsperre vorstellen: Es solle geprüft werden, ob nicht das Wasser aus dem Wesereinzugsgebiet, das bisher über den Weserstollen in den Vichtbach eingeleitet wird, im Wesereinzugsgebiet belassen und somit der Vichtbach entlastet werden könnte.

„Die Vorschläge liegen nun auf dem Tisch. Ich bin gespannt von der Landesregierung zu erfahren, wie sie zu diesen steht und ob Verhandlungen mit Belgien für sie in Frage kämen“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete und führt fort: „Interessant wird auch sein, wie sich die Landesregierung in Gesprächen gegenüber dem WVER und der WAG zum Schutze der Kupferstadt Stolberg und gleichzeitig zum Wohle der Gemeinde Roetgen einsetzen wird. Vielleicht ist eine Lösung möglich, die die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern beider Kommunen erhöht“, mutmaßt Stefan Kämmerling.

(-jül-)
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