Stolberg: Verwaltung plädiert für Kreisverkehr am Lehmkaulweg

Stolberg: Verwaltung plädiert für Kreisverkehr am Lehmkaulweg

Spannende Fragen wird am Mittwoch der Bauausschuss zum geplanten Ausbau der Aachener Straße zwischen dem Bahnübergang und der Einmündung in den Lehmkaulweg zu beantworten haben, der die Verwaltung mit dem Zuschussantrag für das Projekt beauftragen soll.

Parken und Kreisverkehr sind die Schlagworte kontroverser Standpunkte auch nach der vorgezogenen Beteiligung der Bürger an der Planung.

Besonders der untere Bereich der Aachener Straße - insbesondere im Bereich der landschaftsgeschützten Wiese - wird gerne als Stellplatz von Besuchern der Innenstadt vor allem bei größeren Veranstaltungen genutzt. Diese Möglichkeit soll auch bei einem zukünftigen Ausbau berücksichtigt werden, hatte die SPD-Fraktion in den bisherigen Sitzungen der Fachausschüsse markiert.

Zusätzliche Stellflächen

Bei der Bürgerbeteiligung war die Stimmungslage allerdings anders. Dort sprach sich eine Mehrheit gegen eine durchgehende Parkmöglichkeit entlang der rechten Fahrbahn in Richtung Büsbach aus. Das war möglicherweise auch darin begründet, dass diese Variante bei der Umlage der Kosten für die Anlieger teurer wird.

Die Verwaltung schlägt vor, dem mehrheitlichen Votum der Bürgerversammlung zu folgen für eine Variante, bei der ein zusätzlicher Längsparkstreifen zwischen dem Betriebsgrundstück und dem ersten Mehrfamilienhaus angelegt werden soll; dazu ist allerdings Grunderwerb erforderlich.

Zwar hatten sich die Bürger am anderen Ende der Aachener Straße mit 21 zu 17 Stimmen gegen einen Kreisverkehr ausgesprochen, aber dennoch legt die Verwaltung am Mittwoch dem Bauausschuss diese Lösung ans Herz. Denn ein Kreisverkehr würde einen besseren Verkehrsfluss und eine höhere Verkehrssicherheit zur Folge haben, argumentiert Fachbereichsleiter Josef Braun. Außerdem hat diese Lösung für die Anlieger den Charme, dass die Kosten eines Kreisverkehrs im Gegensatz zu einem Ausbau der herkömmlichen Einmündung nicht umgelegt werden können.

Angepasst hat die Verwaltung derweil ihre Planung in einigen Details entsprechend der Wünsche der Bürger. So wird der Zebrastreifen auf die andere Seite der Einmündung des Grünen Wegs verschoben, eine Querungshilfe wird bei Gut Kranensterz angelegt, der Graben zwischen Büsbacher Berg und Kranensterzstraße wird Fußgängerweg, die Bushaltestelle an Burgstüttgen wird auf die ehemalige Gemeindegrenze verlegt, eine Querungshilfe talwärts der Einmündung angelegt und die Parkplätze auf die Seite der Bebauung hin verschoben.

Die Anzahl der möglichen Stellplätze wurde optimiert. Unter anderem wurden im Bereich Gut Kranensterz vier sowie anstelle eines Grünbeetes an der Einmündung der Brauereistraße sechs weitere Parkplätze vorgesehen.

Weniger Grün als einst geplant

Überarbeitet wurde auf Wunsch der Bürger die Planung auch bezüglich der vorhandenen und neuen Bäume unter der Prämisse, dass durch Neupflanzungen Stellplätze nicht verhindert werden. Unter dem Strich sollen zukünftig entlang der Aachener Straße 52 Bäume stehen: Von den vorhandenen 39 Bäumen sollen bzw. können statt ursprünglich geplant 34 nun nur noch 25 erhalten bleiben; und von den einst vorgesehenen 41 sollen nun nur noch 27 Bäume neu gesetzt werden.

Ein Ausbau der Aachener Straße soll im kommenden Jahr erfolgen, wenn die von der Bezirksregierung in Aussicht gestellten Bundesmittel fließen. Rund 70 Prozent der Kosten, die auf etwa 2,4 Millionen Euro geschätzt werden, würden dann übernommen.

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