Verstopfte Rohre in der Jägerhausstraße sind wieder frei

Zweifaller Seenplatte : „Trockenes Geäst ist Übeltäter“ für Überschwemmung

Die neu entstandene „Zweifaller Seenplatte“ sorgte an Weihnachten für Unmut bei den Anwohnern der Jägerhausstraße. Die Stolberger Verwaltung hat nun mitgeteilt, wie es zu der Überschwemmung der Straße kommen konnte.

Dies sei eine Spätfolge des trockenen Sommers, erklärte Pressesprecher Robert Walz gegenüber unserer Zeitung.

Im Laufe der vergangenen Monate hätte sich trockenes Geäst im Wald angesammelt. Dieses sei durch den starken Regen am vergangenen Wochenende – den ersten dieser Art seit Monaten – gelöst worden und habe sich dann in den Röhren auf der Baustelle festgesetzt.  

So sei es nicht nur zur Überschwemmung der Straße, sondern auch zum Überlaufen einiger angrenzender Keller gekommen.

Die Jägerhausstraße war in der Nacht zum 24. Dezember derart überflutet, dass die Feuerwehr ausrücken musste. Anwohner berichteten, dass der Hasselbach sich an der Baustelle gestaut und so dafür gesorgt hatte, dass die Straße unter Wasser stand. Die Einsatzkräfte öffneten die Gullydeckel, damit das Wasser wieder abfließen konnte. Zwar kehrte zunächst Ruhe ein. Der einzige Einsatz in Zweifall blieb es allerdings nicht. Schon am frühen Morgen musste die Feuerwehr erneut dorthin ausrücken. Diesmal stand ein Keller unter Wasser.

Die Anwohner zeigten sich darüber keineswegs erfreut und erklärten, sich bei der Verwaltung zu beschweren. Einigen von ihnen sei die Baustelle schon lange ein Dorn im Auge. 

Mängel behoben 

Warum diese überhaupt nötig ist? Ganz einfach: In Zweifall soll eine neue Dorfmitte entstehen, die sich von der Kirche über den alten Schulhof und den Platz vor der Metzgerei bis in den Huck hinter der Kirche erstrecken soll. Auf dem alten Schulhof wurde ab Januar dieses Jahres an der Beseitigung der Platzbrücke und der Stabilisierung des Bachufers per Bohrverfahren gearbeitet. Dreck und Lärm gehörten fortan für Anlieger zum Alltag – und nun eben auch eine Überschwemmung.

Soweit soll es künftig allerdings gar nicht mehr kommen. Warum? Die verstopften Rohre seien nun nämlich wieder frei, erklärte Robert Walz.

(se)
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