Stolberg: Verschleiss der Hüfte frühzeitig erkennen

Stolberg: Verschleiss der Hüfte frühzeitig erkennen

„Zwischen Krankengymnastik und Hüft-TEP - Welche Möglichkeiten gibt es bei Hüfterkrankungen des Erwachsenen?” so lautete das Thema des 17. Stolberger Orthopädietages im Forum M der Mayerschen Buchhandlung in Aachen.

Die Behandlung der Hüfterkrankungen bei Erwachsenen wurde in den letzten Jahren durch zahlreiche neue Entwicklungen ergänzt und erweitert. Diese Neuerungen und seine Erfahrungen dazu stellte Prof. Dr. med. Klaus Bläsius, Chefarzt der Stolberger Klinik für Orthopädie, gemeinsam mit Kollegen aus dem klinischen wie auch niedergelassenen Bereich jetzt im Rahmen des Orthopädietags dem medizinischen Fachpersonal und interessierten Besuchern vor.

Aufgrund der immer weiter ausgereiften Röntgentechnik (CT, MRT) ist es jetzt möglich, sehr frühe Formen des Hüftknochenverschleißes festzustellen, genauer zu untersuchen und dem Fortschreiten entsprechend frühzeitig entgegenzuwirken.

Wie die bei Sportlern bereits seit Jahren praktizierte Kniespiegelung wird die erst seit fast zwei Jahren bestehende Möglichkeit der Hüftgelenksarthroskopie (Hüftspiegelung) im Bethlehem-Krankenhaus von Beginn an durchgeführt. Sie gestattet einen Blick ins Gelenkinnere, ohne das Gelenk in einer Operation frei legen zu müssen. Ebenfalls sind kleinere Eingriffe, wie beispielsweise das Glätten von Knorpelschäden, ohne große Narbe und meist ambulant möglich.

Weiterer Themenschwerpunkte waren die Implantation eines Tantal-Stiftes bei jüngeren Menschen mit bereits Frühformen von Hüftarthrose wie auch die knochensparenden Endoprothesen, die teilweise in neuen Herstellungsformen wieder oder neu auf dem Markt sind.

Als Referenten waren neben Prof. Dr. Klaus Bläsius der Chefarzt der städtischen Kliniken Bielefeld, Prof. Dr. Ludger Bernd, sowie die beiden Oberärzte der Stolberger Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Andreas Bremer und Dr. Markus Guinard, vor Ort. Den Vorsitz bei den Fachvorträgen übernahmen die niedergelassenen Orthopäden Dr. Klaus Geller, Marcelo Frank, Joachim Robben und Dr. Bruno Kovács.

Für den musikalischen Rahmen sorgte Reinhold Rüttgers (OP-Leiter im Stolberger Krankenhaus) mit einer Sonate von Beethoven und Filmmusik aus dem Kinofilm „Forrest Gump”.