Interview : Verjüngten Vorstand und ein neues Bürgerhaus feiern

Interview : Verjüngten Vorstand und ein neues Bürgerhaus feiern

Die Interessengemeinschaft Donnerberger Vereine IGDV feiert am Samstagabend ab 19 Uhr bei freiem Eintritt gleich dreifach: Das neue Donnerberger Bürgerhaus „Friedrichsecke“ wird offiziell von der Stadtverwaltung übergeben, und die IGDV feiert ihr 65-jähriges Bestehen.

Das Ganze im Rahmen eines zünftigen Oktoberfestes. Seit knapp zwei Wochen ist der Vorstand der IGDV enorm verjüngt, vor allem weil Carolin Sieven die neue erste Vorsitzende ist und Carsten Nellißen der neue zweite Vorsitzende. Mit Sieven und Nellißen sprach Dirk Müller im Wochenend-Interview.

Was erwartet die Gäste am Samstagabend im Bürgerhaus Donnerberg „Friedrichsecke“?

Sieven: Ab 19 Uhr heißt es nach einem kurzen offiziellen Teil, bei dem die Stadt das Bürgerhaus an die IGDV übergibt, „O‘zapft is“. Das Bürgerhaus wird zum Wiesn-Zelt mit Oktoberfest-Dekoration und bayrischem Festbier frisch vom Fass. Der Eintritt ist frei, und für Livemusik sorgt der Neue Chor Donnerberg und die Gressenicher Blasmusikanten spielen zünftig auf.

Nellißen: Und Carolin kommt im feschen Dirndl.

Sieven: Aber auch Carsten wird ansehnlich in original bayrischer Donnerberg-Tracht.

Wie sind Sie neue Vorsitzende der Interessengemeinschaft Donnerberger Vereine geworden?

Sieven: Als ein neuer Vorstand gebraucht wurde, habe ich mich als Donnerbergerin gerne zur Verfügung gestellt. Ich bin ja schon in anderen Vereinen aktiv: seit 20 Jahren bei der KG Mölle, in der ich derzeit Jugendbeauftragte bin, und seit fünf Jahren im CDU Ortsverband Stolberg-Mitte, der auch für den Donnerberg zuständig ist. Seit 2016 bin ich auch Vorsitzende des Ortsverbands. Jetzt freut es mich sehr, dass Carsten Nellißen und ich einstimmig als neue Vorsitzende der IGDV gewählt worden sind. Besonders wichtig dabei ist für mich, dass ich mit Carsten einen äußerst erfahrenen Ehrenamtler an meiner Seite habe.

Welche Ehrenamt-Erfahrungen sind gemeint?

Nellißen: Seit 1994 bin ich aktives Mitglied der KG De Wenkbülle und seit acht Jahren Präsident der Donnerberger Karnevalsgesellschaft. Ich war in der Jugendfeuerwehr, bin seit zwölf Jahren in der Löschgruppe Donnerberg aktiv und leite jetzt seit zwei Jahren die Stolberger Jugendfeuerwehr — die größte Jugendfeuerwehr im Altkreis. Bei der Kleinen Offenen Tür St. Josef Donnerberg war ich 15 Jahre lang ehrenamtlich tätig. Mitglied der IGDV bin ich seit elf Jahren, und im SPD Ortsverein Stolberg-Ost, zu dem auch der Donnerberg zählt, bin ich seit drei Jahren aktiv.

Welches sind Ihre Aufgaben als Vorsitzende der IGDV?

Nellißen: Wir übernehmen die klassischen Vorstandsarbeiten wie Versammlungen einberufen, den Vorstand leiten, Aufgaben koordinieren und Mitgliederpflege. Zudem sind wir damit betraut, das Bürgerhaus Friedrichsecke zu betreiben, und wir organisieren Veranstaltungen der IGDV wie Maifeier, St.-Martinszug, Totensonntag am Ehrenmal, die Weihnachtsfeier für Donnerberg Senioren oder auch das Oktoberfest heute Abend.

Plant die IGDV, noch weitere Feiern ins Leben zu rufen?

Sieven: Grundsätzlich ja. Wir haben schon einige Ideen entwickelt, die wir auch ausprobieren möchten. Dann werden wir sehen, wie die Veranstaltungen angenommen werden, und werden gegebenenfalls versuchen, sie auf dem Donnerberg zu etablieren.

Was ist die Rolle der IGDV bei dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“?

Nellißen: Die IGDV hat bereits zwei Teilnahmen an dem Wettbewerb koordiniert. 2014 hat der Donnerberg in der Städteregion den fünften Platz belegt und 2017 den dritten. 2020 wollen wir wieder teilnehmen. Den dritten Platz zu bestätigen, wäre schön, uns noch einmal um zwei Plätze zu verbessern, wäre natürlich noch schöner.

Sieven: Wobei noch wichtiger als die Platzierungen auf dem Papier die Ideen und Impulse sind, die aus der Teilnahme an „Unser Dorf hat Zukunft“ resultieren. Deswegen wünschen wir uns bei der nächsten Auflage des Wettbewerbs eine möglichst große Beteiligung vieler Donnerberger — egal ob vereinsgebunden oder nicht, Privat- oder Geschäftsleute. Denn Ziel des Wettbewerbs ist vor allem, die Dorfgemeinschaft und den Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken.

Was genau hat es mit dem neuen Donnerberger Bürgerhaus auf sich?

Nellißen: Es gab den Donnerberger Wunsch, bei der entstehenden Stadtrandsiedlung ein Bürgerhaus mit einzuplanen. Im Herbst 2016 hatte die IGDV die Idee, lieber auf den Bestand zu setzen und die zentral gelegene leer stehende Gaststätte „Friedrichsecke“ mit Hilfe der Stadtverwaltung zu einem Bürgerhaus für den Donnerberg und die Umgebung zu machen. Dieses ist jetzt in Betrieb, und wir sind froh, dass die geschichtsträchtige Gaststätte erhalten bleibt und den Menschen als Bürgerhaus zur Verfügung steht.

Wer kann das Bürgerhaus am Donnerberg nutzen?

Sieven: Sowohl Vereine, als auch Privatpersonen können verschieden große Räumlichkeiten für Feiern, Versammlungen und Proben anmieten. 25, 40, 60, 100 oder 200 Personen können im Donnerberger Bürgerhaus feiern, denn es gibt einen kleinen Gesellschaftsraum, den ehemaligen Ausschankbereich und den großen Saal, der dreifach mit Wänden unterteilt werden kann. Veranstalter hinterlegen 200 Euro Kaution und können Räume je nach gewünschter Größe für 70 bis 250 Euro von der Stadt Stolberg anmieten. Als Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung und der IGDV fungiert dabei der Hausmeister und Verwalter des Bürgerhauses Rainer Peitsch.

Das neue Bürgerhaus Donnerberg an der Höhenstraße 80 kann von Vereinen genutzt wie von Privatpersonen von der Stadt angemietet werden.

Anfragen und Terminabsprachen gehen an den Verwalter Rainer Peitsch, Tel.: 8664494, E-Mail: rainer.peitsch@stolberg.de.

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