Stolberg: Verhandlungen bei Dalli ins Stocken geraten

Stolberg: Verhandlungen bei Dalli ins Stocken geraten

Gesprächsbedarf gibt es derzeit reichlich, doch nicht mit jedem findet ein verbaler Austausch statt.

„Angesichts der noch nicht abgeschlossenen Verhandlungen und aus Gründen der Fairness geben wir derzeit keine Stellungnahme ab”, hielt sich Yvonne Jussen am Montag auf Anfrage unserer Zeitung bedeckt.

Weniger zurückhaltend als die Personalmanagerin von Dalli und Mäurer&Wirtz sind die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) und der Betriebsrat, die ihre Vorstellungen für die laufende Tarifrunde am Standort Stolberg auch öffentlich kommunizieren. Gemeinsam erheben sie Anspruch auf eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent und die Abkehr von der 40-Stunden-Woche - bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Arbeitgeber zeigen sich angesichts derartiger Forderungen nicht nur ausgesprochen wortkarg, sondern dem Vernehmen nach auch wenig begeistert. Sie bieten maximal 2,87 Prozent mehr Geld und wollen zudem an der geltenden Arbeitszeitregelung, die für die Mitarbeiter mit wöchentlich zweieinhalb unbezahlten Mehrstunden verbunden ist, festhalten. Beide Seiten sind demnach noch sehr weit voneinander entfernt, weshalb die Verhandlungen nach der zweiten Runde unterbrochen worden sind.

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