Keine Entlastung für Seniorenzentrum: Unternehmensberatung soll Einrichtung „Auf der Liester“ unter die Lupe nehmen

Keine Entlastung für Seniorenzentrum : Unternehmensberatung soll Einrichtung „Auf der Liester“ unter die Lupe nehmen

Gabriele Makola, Geschäftsführerin des Seniorenwohn- und Sozialzentrums Auf der Liester, sollte am Dienstagabend für das Geschäftsjahr 2018 entlastet werden. So lautete zumindest der Plan. Doch daraus wurde nichts. Der Stadtrat verweigerte die Entlastung.

Es knallte am Dienstagabend im Stolberger Rathaus und zwar gewaltig. Mit diesem Donnerwetter war so nicht zu rechnen, da die bisherigen Ausführungen von der Politik meist gänzlich unkommentiert blieben. Gabriele Makola, Geschäftsführerin des Seniorenwohn- und Sozialzentrums Auf der Liester sollte gestern Abend für das Geschäftsjahr 2018 entlastet werden. So lautete zumindest der Plan. Doch daraus wurde nichts. Der Stadtrat verweigerte die Entlastung.

Und damit nicht genug. Es trifft Makola noch härter. Ihr wird nämlich fortan eine Unternehmensberatung an die Seite gesetzt, die eine Finanzanalyse durchführen soll.

Was es damit auf sich hat? Das Seniorenwohn- und Sozialzentrum ist nicht besonders wirtschaftlich – und das nicht erst seit heute, sondern nun schon seit einigen Jahren.

Das sollte sich im kommenden Jahr ändern. Dann sollte – laut Wirtschaftsplanung – wieder eine schwarze Null geschrieben werden. Doch von diesem Ziel scheint man noch weit entfernt zu sein.

Das wurde erst in der Stadtratssitzung Mitte Mai deutlich. In dieser stelle Makola die finanzielle Entwicklung der Einrichtung vor. Das Ergebnis: Das Unternehmen würde das Jahr 2019 mit einem Fehlbetrag in Höhe von 1,1 Millionen Euro abschließen.

Der Stadtrat stellte erneut überplanmäßige Haushaltsmittel zur Verfügung, damit die Einrichtung auch weiterhin zahlungsfähig bleibt – und zwar in Höhe von 814.000 Euro.

Immer wieder stellten Rat und Verwaltung Mittel bereit, damit die Einrichtung weiter existieren konnte. In der Vorlage für die gestrige Ratssitzung war zu lesen, dass die Gesellschaft nach einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr in Höhe von 264.000 Euro das Geschäftsjahr 2018 mit einem um 56.000 Euro höheren Jahresfehlbetrag abschließt. Dem Anstieg liegen um 243.000 Euro höhere Gesamtaufwendungen, denen nur um 187.000 Euro gestiegene Gesamterträge gegenüberstehen zugrunde.

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