Stolberg: Und wieder schreibt der Förster schwarzen Zahlen

Stolberg : Und wieder schreibt der Förster schwarzen Zahlen

Es ist eine gute Nachricht, die in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) am Aschermittwoch auf der Tagesordnung steht. Der vergangene Forstwirtschaftsbericht schloss auch diesmal wieder mit einem Plus ab.

Der Überschuss lag bei insgesamt 196.724 Euro und ist damit höher als im Jahr 2016. Da lag der Überschuss nämlich bei 150.492 Euro.

Der Erlös durch den Holzverkauf betrug im Jahr 2017 insgesamt 387.290 Euro. Zum Vergleich: 2016 waren es 342.842 Euro. Geerntet wurden im vergangenen Jahr 4711 Festmeter (Fm) Fichte, 745 Fm Kiefer, 104 Fm Douglasie, 732 Fm Buche, 226 Fm Eiche und 103 Fm Lärche. Macht insgesamt 6621 Festmeter. 2016 kamen insgesamt 3100 Festmeter zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise für Nadelholz um zwei Prozent an. Die Laubholzpreise hingegen stagnieren.

Aufgrund des günstigen Heizölpreises entspannte sich die Nachfrage für privates Brennholz. Der Verkauf von Kaminholz und Maibäumen brachte rund 20942 Euro. 2016 waren es noch 25.021 Euro. Die Einnahmen für die fünf städtischen Eigenjagdbezirke — ohne den Steinbachshochwald — zuzüglich der städtischen Pachtanteile in fünf Genossenschaften beliefen sich auf 52.312 Euro. Sie blieben im Vergleich zum Vorjahr (rund 53.000 Euro) konstant. Zudem gab es im vergangenen Jahr Zuschüsse in Höhe von 21.118 Euro. 2016 waren es noch 22.610 Euro. So lagen die Einnahmen bei insgesamt 487.855 Euro. Ein Plus im Vergleich zum Vorjahr: 2016 waren es 448.817 Euro.

Die Ausgaben sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 2017 lagen diese bei insgesamt 423.418 Euro. 2016 waren es noch 430.859 Euro. Für die Instandhaltung der Infrastruktur, dazu zählen unter anderem Forstkulturen, Forstschutz und Wegebau, wurden 16607 Euro ausgegeben. Für Erholungsanlagen wurden zudem 12.261 Euro ausgegeben. Die Summe der Sach- und Unternehmerkosten belief sich insgesamt auf 106.228 Euro. 2016 lagen diese bei 133.032 Euro.

Buchdrucker und Kupferstecher

Doch es gibt auch weniger gute Neuigkeiten. Buchdrucker und Kupferstecher verursachten Schäden. So mussten insgesamt rund 400 Festmeter gefällt werden. Eine Bekämpfung von Scher- und Rötelmäusen war jedoch nicht erforderlich und auch Walderkrankungen durch Pilze waren seltener an Rotbuchen festzustellen. Rotwildschäden hingegen zeigen sich in Form von Schälschäden in gesamten Revier sehr stark. Eine weitere Erhöhung des Rotwildbestandes im Stadtwald ist festzustellen, wie aus dem Bericht hervorgeht. Große Schäden hat der Spätfrost im vergangenen April an den Buchen-Kulturen verursacht. Insgesamt 4000 Pflanzen mussten nachgebessert werden.

(se)
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