Stolberg: Treppe zwischen Eisenbahnstraße und Schneidmühle saniert

Stolberg: Treppe zwischen Eisenbahnstraße und Schneidmühle saniert

Mit einer „wichtigen Verkehrsader” ist meist eine Autobahn oder eine hochfrequentierte Landesstraße gemeint. Für die Anwohner der Straßen Schlossberg, Kohlbusch und Schneidmühle aber ist „ihre” Treppe hinunter zur Eisenbahnstraße eine solche Verkehrsader, denn sie ermöglicht auf direktem und sicheren Wege den Zugang zu Bus- und Bahnverbindungen - jetzt wieder.

Mehr Unterschriften, als die Treppe Stufen hat, 267 an der Zahl, sammelte Josef Heidenthal, Sprecher der Bürger, die beharrlich für die Treppe kämpften. „Die Sanierung 2009 hielt dem folgenden harten Winter nicht stand, und Frostschäden entstanden. Die Treppe war daraufhin nicht mehr gefahrlos begehbar”, beschreibt Heidenthal.

267 Unterschriften

Aus Sorge um die Sicherheit der Fußgänger kontaktierte er den städtischen Bauhof, mit dem unerwünschten Resultat, dass die Verbindung zur Eisenbahnstraße zum zweiten Mal gesperrt wurde. „Eine dauerhafte Schließung der Treppe und sogar eine Veräußerung des Grundstücks waren im Gespräch; Lösungen, die für die Bürger nicht annehmbar waren”, erklärt Dieter Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD. Doch „was lange währt, wird endlich gut”, freuen sich Heidenthal und die anderen Anwohner, die sich jetzt bei der Partei und der Kupferstädter Verwaltung dafür bedankten, dass sie ihre stufige Verkehrsader nun wieder benutzen können.

Fachbereichsleiter Bernd Kistermann, zuständig für Hoch-, Tiefbau- und Technisches Betriebsamt, lobte seinerseits, dass die Anwohner sich bei all ihrer Entschlossenheit als verständige Bürger mit Geduld erwiesen hätten. Die jetzt auch optisch in einwandfreiem Zustand befindliche Treppe sei wieder verkehrssicher und die gemeinsam gefundene Lösung verspreche „Ruhe für die nächsten 15 Jahre”, denn so lange soll die Treppe laut der ausführenden Baufirma sicher bleiben. „Mit eine patentierten System wurden die vorhandenen Stufen vorbehandelt und grundiert, anschließend mit einem Gemisch aus Epoxidharz und Mörtel überzogen. Die Treppe ist nun wasserdurchlässig, so dass bei Frost keine Schäden durch Sprengwirkung zu befürchten sind”, erläutert Kistermann das kostengünstige Verfahren.

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