Burggeflüster: Traditionsbewusste und Hilfesuchende: Muss denn so viel Bürokratie wirklich sein?

Burggeflüster : Traditionsbewusste und Hilfesuchende: Muss denn so viel Bürokratie wirklich sein?

Tradition, Bürokratie und eine Tiergeschichte: Abwechslungsreicher hätte die vergangene Woche wohl kaum sein können. Zeit, um die einzelnen Themen noch einmal Revue passieren zu lassen. Tradition ist ein hohes Gut, das keinesfalls verloren gehen darf.

Allerdings ist es auch gar nicht so verkehrt, einmal neue Wege zu gehen. So wie die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Büsbach. Die Kirmes gibt es zwar nicht mehr, dafür setzt man in Büsbach seit dem vergangenen Jahr auf die Schießwoche. Der Aufwand und vor allem die Kosten für die Kires hätten in nicht tragbarer Relation zu den Besucherzahlen gestanden. Es wird wohl etliche Vereine geben, die dies aus ihrer eigenen Arbeit gehen. Neue Wege zu bestreiten, fällt sicherlich nicht immer leicht. Aber es schadet meist auch nicht. Also: nur Mut!

Mut hat auch Akhere Idemudia bewiesen. Warum? Weil er mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen ist. Findet er in den kommenden Wochen nämlich keinen Job, muss er Deutschland und damit auch seine Lebensgefährtin und das neugeborene Kind verlassen. Wer selbst eine Familie hat, möchte sich diese Situation wohl nicht einmal vorstellen, geschweige denn selbst erleben müssen. Natürlich ist es verständlich, dass sich die Agentur für Arbeit an Regeln halten muss. Und natürlich will auch niemand, dass der junge Mann zu wenig verdient. Aber muss so viel Bürokratie denn wirklich sein? Bleibt nur zu hoffen, dass Idemudia bald einen Arbeitgeber findet, der dieses Prozedere mitmacht und der den Ansprüchen der Agentur für Arbeit genügt. Ihnen, liebe Leser, wünsche ich jedenfalls einen schönen und erfolgreichen Start in die neue Woche!

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