Tour gegen das Vergessen findet in Stolberg statt

Tourismus in Stolberg : Dem Schicksal der Juden auf der Spur

Das Leben der Juden in Stolberg steht bei der kommenden „Tour gegen das Vergessen“ am 9. November im Fokus. Los geht es um 11 Uhr.

„Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird anfällig für neue Ansteckungsgefahren“: Aus der Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985 zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa und der nationalsozialistischen Herrschaft zitiert die Stolberg-Touristik, die sich am Samstag, 9. November, mit allen Interessierten auf eine „Tour gegen das Vergessen“ auf den Spuren des jüdischen Lebens in der Kupferstadt begeben möchte.

In Stolberg lebte eine kleine jüdische Gemeinde voll integriert. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Stolberger Juden drangsaliert, zur Auswanderung gezwungen oder deportiert. Auf dem Streifzug am Jüdischen Friedhof vorbei und durch die Innenstadt hält die Exkursion an einigen Häusern, in denen Juden gelebt und gearbeitet haben, und setzt sich mit ihrer Leidensgeschichte auseinander. 

Zu der Führung am Samstag, 9. November, um 11 Uhr ist eine Anmeldung erforderlich. Der Teilnahmepreis beträgt sieben Euro. Tickets und weitere Informationen sind  bei der Stolberg-Touristik unter 02402/9990080 erhältlich.

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