Tag der offenen Stalltür in Stolberg

Tag der offenen Stalltür : Als Trostpreis eine Runde auf dem Pferderücken drehen

Beim Tag der offenen Stalltür im Stolberger „Abenteuerland“ gibt es viel zu entdecken. Der Erlös des Tages fließt einem caritativen Zweck zu.

Man stelle sich vor man zieht bei einer Tombola eine Niete und freut sich darüber. Kann nicht sein? Von wegen. Es kommt eben nur darauf an, was hinter der Niete steckt.

„Hier kann man nach dem Öffnen der Lose tatsächlich das ein oder andere Mal in enttäuschte Gesichter blicken, wenn auf dem Los eine Zahl steht“, schmunzelte Kerstin Keus, Leiterin des Therapiezentrums, denn auch vergnügt. Schließlich durfte man bei der Tombola im „Abenteuerland“ anlässlich des diesjährigen „Tages der offenen Stalltür“ die Nieten in eine Runde Ponyreiten umwandeln. Ein echtes Highlight.

Viele großzügige Sponsoren hatten es aber neben diesem attraktiven „Trostpreis“ möglich gemacht, dass weitere hochkarätige Preise, beispielsweise CHIO Karten, verlost werden konnten. Selbstverständlich war nicht nur die Verlosung der Grund dafür, dass bereits kurz nach Öffnung der Stalltüren viele interessierte Besucher das weitläufige Gelände der Anlage füllten. Viele kleine und große Gäste fanden es sichtlich interessant, einmal hinter die Kulissen zu blicken und dabei den vierbeinigen „Therapiehelfern“ ganz nah zu kommen.

Ergänzt wurde dieses Erlebnis durch ein buntes Programm, das man mit Hilfe des Fördervereins auf die Beine gestellt hatte: In einem Offenstall der Pferde konnte man auf einer Hüpfburg toben, in der Stallgasse zauberte ein Clown Einhörner, Hunde und noch vieles mehr aus Luftballons, in einer kleinen Reithalle konnte man sein Geschick bei Ponyspielen unter Beweis stellen. Und in der großen Reithalle konnte man sich beim Kinderschminken in ein Wesen seiner Wahl verwandeln lassen.

Neben diesen Aktivitäten kam natürlich bei Gegrilltem, Suppe, Kuchen und Getränken auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Zwei ganz besondere Attraktionen wurden um die Mittagszeit präsentiert. Zum einen gewährte man mit Schaubildern der Reittherapie Einblicke in die Art von Arbeit, die im Abenteuerland tagtäglich geleistet wird. Zum anderen wurde im Rahmen einer amerikanischen Versteigerung das Portrait eines der Therapiepferde, das von Cornelia Pütz, selbst auch ehrenamtliche Mitarbeiterin im Therapiezentrum, gemalt wurde, versteigert.

Diese Versteigerungen sind auf den Hof-Festen mittlerweile bereits zu einer schönen Tradition geworden, und der Erlös wird zu Gunsten von Menschen mit Förderbedarf eingesetzt, um ihnen das therapeutische Zusammensein mit Pferden zu ermöglichen. In diesem Jahr fand das Bild von Bjarki, einem der ersten Therapiepferde im Abenteuerland, das immer noch voller Motivation seinen Job macht, ein neues Zuhause.

Um den Freunden und Besuchern einen so ereignisreichen, entspannten Tag bieten zu können, mussten die Mitarbeiter und Helfer im Vorfeld allerdings auch viele Stunden der Vorbereitung stemmen. „Da wir nur außerhalb des täglichen Betriebs die Vorbereitungen treffen konnten, liegen drei Wochen, in denen bis nachts hier gearbeitet wurde, hinter allen Beteiligten. Ihnen gilt ein großes Dankeschön“, lobte Kerstin Keus denn auch den Einsatz aller Helfer.