Stolberg: Tabalingo: Neuer Parcours begeistert die Teilnehmer

Stolberg : Tabalingo: Neuer Parcours begeistert die Teilnehmer

Auf den Zug aufgesprungen und doch ihr eigenes Ding draus gemacht: Tabalingo verschreibt sich ganz dem Spaß an der körperlichen Herausforderung. „Ninja Warrior“ ist beinahe schon eine Bewegung, die Fernsehsendung zieht an, Sportbegeisterte testen dabei ihre körperlichen Fertigkeiten in einem besonders schwierigen Parcours, an dem man sich hauptsächlich durch Arm- und Schulterkraft durchhangeln muss.

Eben jenes Konzept hat die Einrichtung nun in ihr Sommerferienprogramm integriert und dazu einen aufwendigen Parcours gebaut, der sich namentlich zwar an das Fernsehvorbild orientiert, konzeptionell aber eher die Sendung „Ewige Helden“ umsetzt, bei der ehemalige Sportprofis es noch einmal ganz genau wissen wollen.So oder so, Tabalingo geht bei der Umsetzung eigene Wege, denn gleichermaßen Menschen mit und ohne Behinderung können sich zwischen Donnerberg und Hastenrath ausprobieren und dabei ist das neue Parcours-Projekt nur ein Baustein.

Nachdem man bei Tabalingo mit zwei Gruppen startete, hat sich das Angebot immer weiter ausdifferenziert. Heute bietet die Einrichtung um Leiterin Ursula Espeter in den Sommerferien für insgesamt 70 Kinder und Jugendliche ein Fußballcamp, Reiten und Voltigieren, Graffiti, Ballspaß, Schwarzlicht-Tanztheater, das Waldprojekt und eben auch das sogenannte „Ninja Warrior“ an.

„Ich habe so viele Ideen im Kopf“, gibt Espeter erwartungsvoll zu und hofft, möglichst viele von ihnen auch umsetzen zu können. Dass der neue Ferien-Parcours so umgesetzt werden konnte, wie er heute steht, verdankt die Einrichtung auch den Förderern, die sich gezielt diesem Projekt widmeten. Die Sparkassen und Kulturstiftung und der Lions Förderverein Eschweiler Ascvilare, vertreten durch das Ehepaar Gastreich, beteiligten sich dabei ebenso wie Harald Maassen von RWE. Letzterer half auch mit seiner Tatkraft und werkelte mehrere Tage am Parcours mit. Aufwendig war der Aufbau allemal, gesteht Espeter, deren Sohn Jorick die Leitung und Verantwortung übernahm. Zwei Wochen wurden schließlich final die Details angepackt. Zwölf Tonnen Kies und etwa 200 Karabiner- und 60 Schaukel-Haken wurden in den Parcours verarbeitet.

Das Ergebnis: die erste Ninja-Warrior-Woche auf dem Außengelände von Tabalingo. Fünf Tage lang fanden Wettkämpfe nun statt, an denen rund zehn Sportbegeisterte teilnahmen. Klettern, Hangeln, Stockspringen, Fünfsprung und auch Geduldsübungen: Auf verschiedenste Art und Weise wurden die jungen Teilnehmer getestet.

In insgesamt 14 Wettkämpfen wurden zudem Fertigkeiten wie Kraft, Balance, Geschwindigkeit oder auch Durchhaltevermögen und Team-Play getestet. Eine Sensation war es dann, dass Angelina Nowak den ersten Sieg davon trug, denn nicht einmal bei dem Fernsehformat konnte eine Frau je gewinnen.

(mah)
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