Stolberg-Münsterbusch: Superstars aus Bulgarien begeistern in Stolberg

Stolberg-Münsterbusch: Superstars aus Bulgarien begeistern in Stolberg

Knapp hundert Menschen sind in die Pfarrkirche Herz-Jesu gekommen, um die „Tenöre 4 you” - Tony Tchakarov und den achtzehn Jahre jüngeren Plamen Patov - zu erleben.

Tony stammt aus einer bekannten bulgarischen Musikerfamilie und nimmt eine klassische Ausbildung an der Wiener Musikhochschule auf. Nach dem Studium folgen Soloauftritte beim Film-Festival in Venedig, der Toscana-Operngala und mehrere Produktionen mit bekannten Künstlern. Bei der Fernsehsendung „Bulgarien sucht den Superstar”, in der Tony im Juryteam als Gesanglehrer und Musikexperte sitzt, begegnet er Plamen Patov.

Singen ist für ihn der Sinn des Lebens. Er kann auf 35 erste Plätze bei Festivals und fünf Grand Prix in Europa zurückblicken. 2007 bewirbt sich Plamen für „Music Idol” (Deutschland sucht den Superstar) und belegt den dritten Platz. Hier trifft er erneut auf Tony Tchakarov und die beiden beschließen, künftig künstlerisch gemeinsam zu arbeiten. Somit ist das neue Duo geboren.

Neben Kirchengesängen, klassischen Opernarien und Welthits der Popmusik gehören Gospels und Spirituals zu ihren Spezialitäten. Ob im Duett oder solistisch, jeder für sich ist in seinem Fach brillant. Tchakarov ist der Opernsänger mit großem Stimmvolumen. Für sein „Nessun Dorma”, Arie des Prinzen Kalaf aus der Oper „Turandot” von Giacomo Puccini, erhält er Bravo-Rufe aus dem Publikum.

Patov, der geborene Musical- und Balladensänger umschmeichelt die Zuhörer mit „You raise me up” und „All By Myself” . Gefühlvoll und ausdrucksstark stellen sie ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Nach Franz Schuberts „Ave Maria” und „Der Lindenbaum” erklingen „Amazing Grace”, „Moon River”, „Dannyboy” und „Memory”. Die Musikstile wechseln ständig.

Als Zugaben klatschen und singen alle das israelische „Hava Nagila” und das Wiegenlied „Guten Abend, Gute Nacht” mit.

In der kleinen Kirche hätten sie sicher kein Mikrofon gebraucht, doch aus der Verstärkeranlage erklingt ihre Begleitmusik. Das stört nicht wirklich und doch möchte man die Stimmen mal vor einem Live-Orchester hören.

Etwas störend ist der Notenständer, verbaut er doch ein wenig den Augenkontakt mit dem Publikum. Dennoch hinterlässt der Abend mit den populären Ohrwürmern eine zufriedene Zuhörerschaft.