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Stolberger Tafel: Neues Fahrzeug gespendet

Neues Fahrzeug mit Gebet eingeweiht : Stolberger Tafel jetzt noch mobiler

Rund 45 Supermärkte und Läden stehen auf der Liste der Stolberger Tafel. Dort werden Lebensmittel, die sonst weggeschmissen werden müssten, eingesammelt und durch die fleißigen Ehrenamtler der Tafel zur Verfügung gestellt.

Mit einem neuen Transporter, der durch zahlreiche Spender ermöglicht wurde, soll das in Zukunft noch besser gelingen.Damit die Fahrer auch sicher an ihr Ziel kommen, weihte der frühere Pfarrer Valentin Schmitz, der als Gründungsmitglied der Stolberger Tafel die Übergabe begleitete, das Fahrzeug mit einem Gebet ein.

„Diese Entwicklung beweist, dass die Tafel als langfristiges Projekt funktioniert”, freute sich Vorsitzende Gisela Becker-Bonaventura über die hohe Spendenbereitschaft. „Das ist ein gutes Feedback und eine tolle Unterstützung der Bevölkerung!”

Vor dem Auto ganz vorne in grau: Gisela Becker-Bonaventura. Ganz rechts: Valentin Schmitz, der das Gebet sprach. Foto: ZVA/Christian Ebener

Hintergrund der Transporterfahrten, die bis nach Aachen-Walheim führen, ist, dass aufgrund der Lebensmittelsicherheit die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf, um die Lebensmittel zur Tafel zu bringen. Dort warten ab 14.30 Uhr die Kunden aus den insgesamt 750 berechtigten Haushalten auf die Waren, rund 100 ehrenamtliche Mitarbeiter sind dafür im Einsatz bei der 1999 gegründeten Institution.

Die „tiefe Dankbarkeit” der Kunden sei dabei eine stete Belohnung, bekräftigte auch Schriftführerin Inge Schüler, die sich wie auch ihre Kollegen bereits auf das 20-jährige Jubiläum freut, dass am 30. Juni 2019 gefeiert werden soll.

Durch die gestiegene Inanspruchnahme der Tafel, besonders durch Single-Haushalte und Großfamilien, sei man auf einen zweiten Transporter einfach angewiesen, so Becker-Bonaventura. Besonders der Kulturstiftung der Sparkasse dankte sie für ihre Unterstützung. So blieb es dann bei Valentin Schmitz, dem neuen Wagen und seinen Fahrern den passenden Segen für „allzeit gute Fahrt” zu geben, verbunden mit dem Wunsch, weiterhin so ein starkes Zeichen gegen Verschwendung und für mehr Hilfsbereitschaft zu setzen.

(cheb)