Stolberger SV gegen Schermbeck und Aqua Köln

Wasserballer erfolgreich : Wasserball: Kupferstädter überwinden die Krise

Die Oberligawasserballer des Stolberger SV haben ihre zwischenzeitliche Durststrecke überwunden und sich mit zwei Siegen binnen drei Tagen wieder an den Tabellenführer herangekämpft

Nach einem mühsamen 7:6-Erfolg (0:1, 1:2, 4:1, 2:2) beim Tabellenschlusslicht Aqua Köln kehrte zuhause gegen Aufsteiger WSV Schermbeck die Souveränität der ersten Spiele zurück und ermöglichte ein ungefährdetes 15:7 (6:1, 1:2, 4:2, 4:2). Der Beginn in Köln erinnerte dabei noch an die zuletzt dürftigen Auftritte, vor allem die eigene Chancenverwertung machte dem SSV wieder zu schaffen.

Lediglich ein Fünfmetertreffer stand dabei in der ersten Halbzeit im ungewohnt großen Becken zu Buche. Nach dem Seitenwechsel drehten die Kupferstädter aber auf und gingen sogar erstmals in Führung. Im Schlussviertel hatten beide Teams mehrmals die Chance auf den Sieg, letztendlich erwies sich der SSV aber als effizienter.

Gegen den WSV Schermbeck zeigt man nur zwei Tage später dann wieder die alte Heimstärke. Nach einem furiosen ersten Spielabschnitt (6:1) war der SSV bereits auf der Siegerstraße. Das schnelle Umschaltspiel wurde danach aber übertrieben, mehrere risikoreiche Pässe und Abschlüsse gingen daneben, sodass die Gäste im Spiel blieben. Spätestens in Halbzeit zwei wurde der SSV dann aber wieder souveräner und konnte die Führung stetig ausbauen.

Schermbeck konnte Torwart Ben Lenertz mit zahlreichen Distanzschüssen nicht in Verlegenheit bringen, lediglich der robuste Centerspieler sorgte immer wieder für Gefahr. Der SSV war variantenreicher und sowohl nach Kontern und Distanzschüssen als auch durch Centeranspiele und Überzahlsituationen erfolgreich. Gleich acht Akteure konnten sich in die Torschützenliste eintragen. In den beiden Partien erzielten Sebastian Braun (fünf Tore), Mark Braun, Christian Töller, Christian Schmitz, Thomas Kreus (je drei), Stefan Sanft, Stefan Bergs (je zwei) und Stephan Schorn die Tore für den SSV.

Nach 13 von 18 Spielen steht man nun auf dem zweiten Tabellenplatz der Oberliga, nur einen Punkt hinter der SGW Iserlohn, die allerdings auch noch ein Spiel weniger bestritten hat. Trotz der zwischenzeitlichen Schwächephase mit vier Spielen in Folge ohne Sieg steuert der SSV mit Aussichten auf Silber dem besten Ergebnis der Vereinsgeschichte entgegen. Den Aufstiegskampf wird der Verein nur dann noch einmal aufnehmen können, falls Iserlohn patzt.

Währenddessen haben auch die zweite und dritte Mannschaft Erfolge gefeiert. Die zweite Mannschaft setzte sich in der Mittelrheinliga mit 11:8 beim SSF Bonn durch und rangiert damit weiter im Mittelfeld der Liga. Die dritte Mannschaft hat den ersten Platz der Gruppenphase der Bezirksliga Aachen so gut wie perfekt gemacht. Durch den 6:3-Erfolg beim direkten Verfolger Aachener SV III ist dem SSV das Heimrecht im Bezirksligafinale schon praktisch nicht mehr zu nehmen.

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