Stolberger Stadtmarketing beantragt vier verkaufsoffene Sonntage

Verkaufsoffene Sonntage : Diesmal sollen Einkäufe am ersten Advent möglich sein

Die Breiniger Werbegemeinschaft verzichtet in diesem Jahr auf verkaufsoffene Sonntage. Mit gutem Grund: Sie konzentriert sich nämlich auf ihre traditionsreiche Leistungsschau, die am 6. und 7. April in und um die Mehrzweckhalle an der Stefanstraße lockt.

Als Markttag darf dann dort auch sonntags Ware geboten werden. Anders sieht es hingegen mit der Innenstadt aus. Wie gewohnt hat die Gesellschaft für Stadtmarketing (SMS) vier verkaufsoffene Sonntage bei der Stadt beantragt. Wie gewohnt orientiert sie sich mit ihren Wünschen nach Sonderöffnungszeiten eng an den regelmäßig stattfindenden Großveranstaltungen: Frühlingsfest, Stolberg goes, Stadtparty und Kupferstädter Weihnachtstage.

Dabei liegen die ersten drei Termine für den verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr quasi auf der Hand: Am 5. Mai ist der Sonntag des Frühlingsfestes, am 16. Juni der von „Stolberg goes Cuba“ und am 8. September der der Stadtparty.

Eine Frage von Taktik und Strategie ist dagegen stets die Wahl von Sonderöffnungszeiten zu den Kupferstädter Weihnachtstagen. Zuerst hatte die SMS mit dem 8. Dezember erneut den zweiten Advent avisiert, an dem besonders die Schmiedeweihnacht in die Stolberger Innenstadt lockt. Aber auch der verkaufsoffene Sonntag im benachbarten Aachen könnte dann potenzielle Kundschaft abwerben. Deshalb hat die SMS nun den 1. Dezember als verkaufsoffenen Sonntag beantragt. Auch an dem ersten Advent bieten die Kupferstädter Weihnachtstage ein so vielfältiges Programmangebot, so Marita Matousék, dass für die Innenstadt inklusive Burg-Center die Erlaubnis erteilt werden kann.

Darüber entscheidet der Stadtrat auf seiner Sitzung am 19. März. Nach einer Novellierung der Landesgesetzgebung dürfen mittlerweile nämlich bis zu acht – an nicht unmittelbar aufeinanderfolgenden Sonn- und Feiertagen – solcher Sonderöffnungszeiten genehmigt werden.

Bereits im vergangenen Jahr, in dem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in einigen benachbarten Kommunen verkaufsoffene Sonntag gerichtlich verbieten konnte, hatte sich die SMS intensiv mit dem zuständigen Gewerkschaftssekretär auseinandergesetzt und die einzelnen Veranstaltungen erläutert.

Wesentlicher Punkt dabei war, dass es die Veranstaltungen sind, die die Besucher anlocken und nicht die verkaufsoffenen Sonntage. Die zusätzlichen Öffnungszeiten sollen nur eine Art Zubrot zur Hauptveranstaltung sein.

(jül)
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