Stolberger Grüne verzichten auf Bürgermeister-Kandidatur

Zum dritten Mal in Folge : Grüne verzichten erneut auf Kandiatur um das Bürgermeisteramt

Nun ist das offiziell, was schon länger vermutet wurde: Die Stolberger Grünen verzichten auf eine Kandidatur um das Bürgermeisteramt – und das zum wiederholten Male. Bereits die Stolberger Linken hatten erklärt, am 26. Mai auf eine Kandidatur zu verzichten.

Damit bleibt es zumindest vorerst bei den drei bekannten Bewerbern: Andreas Dovern (CDU), Patrick Haas (SPD) und Bernd Engelhardt (FDP). Weitere Bewerbungen können durchaus noch folgen. Die Frist zur Einreichung endet erst am 48. Tag vor dem Urnengang: Das ist der Montag, 8. April, punkt 18 Uhr im städtischen Wahlamt.

Weder bei den Kommunalwahlen 2014 noch 2009 ging der grüne Ortsverband mit einer eigenen Bewerbung um die Verwaltungsleitung in der größten Stadt im Altkreis ins Rennen um die Wählergunst. Die beiden letzten Bürgermeisterkandidaten der Grünen waren 2004 Rita Bürger und 1999 Manfred Borutta.

Wie Volker Thelenz, seit einem Jahr amtierender Sprecher des Vorstandes der Stolberger Grünen, mitteilte, habe nun der Ortsverband der Grünen hat auf seiner Mitgliederversammlung „nach intensiver Diskussion beschlossen, keinen Bürgermeisterkandidaten für die Bürgermeisterwahl im Mai zu stellen“.

... Rita Bürger bei der Kommunalwahl 2004. Seitdem hat sich die Partei nicht mehr um das Spitzenamt beworben. Foto: Jürgen Lange

Die Mitglieder hätten sich dafür ausgesprochen, sich in Hinblick auf die Kommunalwahl 2020, „nicht an der Personenwahl des Bürgermeisters zu beteiligen, sondern durch grüne Inhalte“– wie moderne Mobilität, Biodiversität und sozialer Gerechtigkeit – eine nachhaltige grüne Politik zur Kommunalwahl zu verwirklichen.

„Wir wollen den Stolberger Bürgerinnen und Bürgern gute und zukunftsorientierte Politik anbieten“, erklärte Thelenz, „und wir glauben unsere Ziele besser durchsetzen zu können, wenn wir uns auf die Kommunalwahlen 2020 konzentrieren“ so der Sprecher des Ortsverbandes.

Bereits 2014 waren die Stolberger Grünen ohne Bürgermeisterkandidaten und ohne Wahlempfehlung angetreten. 2009 hatten sie ihre Unterstützung für den Sozialdemokraten und späteren Wahlgewinner Ferdi Gatzweiler erklärt.

2004 hatte Rita Bürger in der Bürgermeisterwahl, die mit der Ablösung von Hans-Josef Siebertz (CDU) durch Ferdi Gatzweiler enden sollte, 4,8 Prozent der Stimmen geholt, und für den Stadtrat ein Plus von 2,1 auf 6,9 Prozent und damit drei Mandate.

1999, bei der ersten Direktwahl des Verwaltungschefs durch die Bürger hatte noch das Urgestein grüner Politik in der Kupferstadt kandidiert: Manfred Borutta erzielte mit 928 Stimmen 4,0 Prozent, 4,8 Prozent (-1,2 %) bei den Ratswahlen bescherten den Grünen mit zwei Mandaten eins weniger als zuvor innegehabt.

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