Stolberger Gesundheitsforum zum Thema Patientenverfügung im Bethlehem

Recht trifft Medizin : Stolberger Gesundheitsforum zum Thema Patientenverfügung

Es gibt Angenehmeres, als sich mit dem Thema „Patientenverfügung“ und „Vorsorgevollmacht“ zu beschäftigen. Aber es ist wichtig. Auch junge Menschen sollten für den Fall vorsorgen, wenn sie selbst nicht mehr in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen. Beim Stolberger Gesundheitsforum „Recht trifft Medizin: Patientenverfügung & Co. – vorsorgen für den Ernstfall!“ am Donnerstag, 29. August, 19 Uhr, wird verständlich zusammengefasst, worauf zu achten ist.

Organisiert wird die Gesundheitsforum-Reihe im Bethlehem Gesundheitszentrum in Zusammenarbeit mit der AOK Rheinland/Hamburg und mit der Unterstützung des Super Sonntag-Verlages. Welche Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sind, um bei alters- oder krankheitsbedingten Einschränkungen im Rahmen seines eigenen Willens versorgt und gepflegt oder gar mit lebensverlängernden Maßnahmen am Leben gehalten zu werden, erläutern Dr. Dr. Christoph Dietrich, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Rechtsanwalt Helmut Drummen sowie der Dürener Rechtsanwalt und Steuerberater Michael Bogalski.

Moderiert wird der Info-Abend von Helmut Schroeter, Pressesprecher der AOK für die Aachener und Dürener Region. Es wird erklärt, welche Auslegungsschwierigkeiten im Klinikalltag auftreten können, wenn Patientenverfügungen nicht eindeutig formuliert sind. Auch werden die beiden Juristen darlegen, wo sich Fallstricke verbergen können und geben nützliche Tipps.

Untersuchungen zeigen, dass rund zwei Drittel aller Patienten keine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht haben! Die Gründe dafür sind vielfältig. Oftmals fehle es an Informationen, wie die Dokumente abgefasst werden,  sagt Dietrich.  Zum Teil schwinge auch die Angst mit,  Ärzte könnten im Ernstfall zu früh aufgeben. Rechtzeitige Vorsorge ist aber dringend zu empfehlen: „Es besteht sogar die Gefahr, dass die Geschäftsfähigkeit sowie die natürliche Einwilligungsfähigkeit verloren gehen können“, warnt Michael Bogalski. Oft hört er dazu die Aussage: „Dafür habe ich doch meinen Ehepartner und meine Kinder!“ „Leider ist dies jedoch ein weit verbreiteter Irrtum“, stellt Helmut Drummen vom „Bethlehem“ klar.  Denn wer keine Vorsorge getroffen hat, erhält einen gerichtlich bestimmten Betreuer.

Nach den Vorträgen findet eine Talkrunde mit den Experten statt. Dabei kann die Zuhörer Fragen stellen. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist die Cafeteria des Krankenhauses an der Steinfeldstraße 5. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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