Stolberg: Stolberger gestalten den Kaiserplatz neu

Stolberg: Stolberger gestalten den Kaiserplatz neu

Mit den warmen Temperaturen haben die Mitarbeiter der Grünflächen-Abteilung des Technischen Betriebsamtes zünftig „in die Hände gespuckt“ und auf dem Kaiserplatz kräftig angepackt. In den vorderen Beeten ist der Bewuchs aus den Wintermonaten ebenso entfernt wie einige Bereiche der hinteren Wildnis deutlich durchforstet wurden. Der Mutterboden ist aufbereitet, die Beete sind frisch umgegraben und harren ihrer weiteren Gestaltung.

Mit Zaubernuss, Säulenmagnolie und Winterschneeball setzte der Trupp in diesen Tagen markante und floral attraktive Gehölze in ihr Zentrum. Bodendecker und blühendes Grün sollen folgen. „Der Kaiserplatz ist das Gesicht der Innenstadt“, sagt Frank Skottke. Und für den Leiter der Grünflächenabteilung ist es eine Selbstverständlichkeit, dass es ein hübsches Gesicht sein soll, mit dem sich das Rathaus vor seiner Türe schmückt.

Zaubernuss, Säulenmagnolie und Winterschneeball: Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes bereiten die Beete des Kaiserplatzes bereits vor für die groß angelegte Säuberungs- und Pflanzaktion, zu der alle Stolberger eingeladen sind. Foto: J. Lange

Oft genug enttäuschend waren die Erlebnisse für seine Mitarbeiter. Kaum hatten sie mit viel Liebe zum Detail die Beete mit Blumen neu gestaltet, wurden die Beete schon verwüstet, Pflanzen herausgerissen oder als Hundeklo und Abfalleimer genutzt. Und immer wieder wurden und werden bei Veranstaltungen Beete als Stellfläche mit einbezogen, weil der Platz durch seine städtebauliche Umgestaltung in den 80er Jahren nun einmal kleiner geworden ist. Dem wird nun beispielsweise dadurch Rechnung getragen, dass das vorderste Pflanzbeet künstlich verkleinert wurde. Eine dicke Einlage aus Holzschnitzel soll eine Nutzung ermöglichen — ohne dass der zentrale Bereich für Pflanzen in Mitleidenschaft gezogen wird.

Einbezogen werden sollen vor allem aber auch die Bürger in die Gestaltung und Pflege des zentralen Platzes — allen voran der Erste Bürger sowie die Ratsvertreter. Sie wollen Vorbild sein, zu Besen, Spaten, Schaufelchen und Rechen greifen, das Umfeld des Kaiserplatzes herausputzen, niederknien um Blumen zu setzen und Beete zu gestalten.

Am Samstag, 27. April, von 9 bis mindestens 12 Uhr wird man ihr Engagement um das Gesicht der Innenstadt nicht nur bewundern können, sondern Jeder ist eingeladen, selbst mit anzupacken und sich einzubringen. Hobbygärtner sind ebenso willkommen wie Profis des Garten- und Landschaftsbaus, Blumenfreunde und solche, die es einmal werden könne, und sogar für Personen mit den berühmt-berüchtigten zwei linken Händen gibt es etwas zu tun. Und die Fachleute der Grünflächenabteilung des Technischen Betriebsamtes werden nicht nur mit Rat, sondern auch Tat zur Seite stehen.

Abgesehen von seinem persönlichen Engagement und vielleicht noch die passende Kleidung braucht man nicht viel mitzubringen. „Gerät, Material und Pflanzen werden von uns gestellt“, verrät Pressesprecherin Petra Jansen. Sie setzt darauf, dass die Aktion eine große Resonanz findet und nachhaltig sein wird.

„Wir hoffen natürlich, dass wir auch Paten finden werden, die sich weiterhin um Beete, Blumen und Sauberkeit kümmern wollen“ — damit nach dieser Schönheits-OP das Gesicht der Innenstadt weiterhin attraktiv bleibt.